Montag, 8. März 2010
Mittwoch, 3. März 2010
03.03. - 05.03. Surfers Paradise: Und wo ist das Paradies geblieben?
Ich bereitete mich also wieder für die Weiterreise vor. Nächster Stop: Surfers Paradise. Zu meiner Zufriedenheit hatte ich Joe (28), einen der netten Hostelbewohner meines Hostels in Brisbane, dazu überreden können, gemeinsam mit mir nach Surfers zu fahren, anstatt den Tag im Hostel zu vertrödeln. Joe wollte nämlich am nächsten Tag (seinem Geburtstag) in der Frühe vom Gold Coast Flughafen aus nach Sydney fliegen, um dort unten seinen Geburtstag mit ein paar Freunden zu feiern. Also stand er vor der Wahl: Entweder am Morgen schon mit mir nach Surfers Paradise fahren und mit mir dort die Stadt erkunden, sodass er es Nachts nicht mehr so weit mit dem Shuttle-Bus hatte, oder aber den ganzen Tag in Brisbane bei Regen verstreichen lassen und dann bereits eine Stunde früher als von Surfers aus vom Shuttle-Bus abgeholt werden. Na das war doch nun wirklich keine schwere Entscheidung, oder?
Also packten wir unsere Sachen zusammen und begaben uns gegen 13 Uhr Richtung Greyhound-Bus. Dabei waren wir Regenschutz-technisch in voller Montur ausgestattet: Unsere Koffer waren mit Mülltüten umspannt - ebenso wie mein Rücksack -, die Odisys-Regenjacke schütze meinen Oberkörper, genauso wie mein Regenschirm und sogar Joe hatte im Fundbüro des Hostels noch einen (zugegebener Maßen leicht demolierten) Regenschirm für sich gefunden. Dazu dann kurze Hosen an und Flipflops, schließlich werden die Beine bei Flutregen ohnehin nass und da will man nun wirklich nicht in einer langsam trocknenden Jeans stecken. So watschelten wir also unsere etwa 300 Meter zur Roma Station und kamen sogar halbwegs trocken dort an ;)
Obwohl Surfers Paradise nur etwa eine halbe Stunde Autofahrt von Brisbane entfernt liegt, erwartete uns dort schon viel besseres Wetter. Zwar war es immer noch nicht der sonst so übliche strahlende Sonnenschein, doch zumindest regnete es nicht – und das war nach unserer Erfahrung in den letzten Tagen nun wirklich eine ordentliche Verbesserung. Ich checkte also mein Hostel ein und auch Joes Koffer fand dort vorübergehend Unterschlupf und schon begaben wir uns auf unsere Entdeckungstour. Praktisch, das Joe schon einmal in Surfers gewesen war, sodass er mich gleich ein wenig herumführen konnte. Viel gab es aber nicht zu sehen.


Surfers Paradise erscheint ein bisschen so, als habe man versucht Miami nach Australien zu verpflanzen – konnte aber einfach nicht mithalten. Statt gemütlichem Sufer-Örtchen, wie man dem Namen entsprechend vielleicht vermuten würde, findet man hier große Wolkenkratzer direkt am Strand, Unmengen an Nachtclubs, zu denen man an jeder Ecke von irgendwelchen Promotion-Leuten eingeladen wird, und ein Haufen Fast-Food. Na gut, letzteres findet man in jedem westlich-orientiertem Land sowieso an jeder Ecke... ich geb's ja zu! Flair hatte das ganze aber nun wirklich nicht. Dazu scheint es hier fast nur Leute in meinem Alter hin zu ziehen (und die sind mir hier in Australien wirklich ein Graus geworden), die sich besinnungslos Betrinken und einfach nur „Abfeiern“ möchten... Nach meinem doch sehr kulturell geprägten Aufenthalt in Sydney nicht unbedingt das, was ich als eine erfüllende Abendgestaltung verstehe. Aber Geschmäcker sind eben verschieden.


Nachdem mich die Stadt nun wirklich nicht sonderlich beeindruckt hatte, ging es hinüber zum Strand, an dem – Dank des uneinschätzbaren Wetters – glücklicher Weise wirklich so gut wie nichts los war. Dort entschlossen wir uns Joe zur Feier seines am nächsten Tag anstehenden 29. Geburtstages einen Sandkuchen zu backen, doch nachdem die 2 bereits einige Probleme bereitete, entschied Joe kurzerhand, dass mir der Geburtstagskuchen gewidmet sein solle – denn eine 0 sei einfacher zu formen als eine 9! Somit erreichte mich mein erstes Geburtstagsgeschenk bereits 20 Tage vor meinem Geburtstag – passt doch irgendwie, schließlich werde ich ja auch 20 ;)
Auf dem Rückweg durchstöberten wir noch einige Souvenirshops in denen sich so einige interessante Funde machen ließen – wenn schon nicht interessant genug um sie tatsächlich zu kaufen, dann doch wenigstens interessant genug um ein Foto von ihnen zu machen ;)


Den Abend verbrachten wir nur gemütlich in unserem Hostel-Wohnzimmer, auf dessen Couch Joe – ganz illegal ;P – sogar ein paar Stündchen Schlaf finden konnte, bevor er sich irgendwann mitten in der Nacht aus dem Staub machte.


Meinen zweiten Tag in Surfers Paradise verbrachte ich mit Julie (26) aus Holland, die sich ebenfalls in meinem Hostel befand und die Joe und ich schon am Vorabend kennen gelernt hatten. Gemeinsam mit ihr nahm ich den Bus nach Coolangatta, einem Nachbarort von Surfers Paradise, in dem sich am heutigen Tag das Viertelfinale der Surf-Weltmeisterschaften zutragen sollte.


Dazu waren extra Surf-Größen aus aller Welt angereist und die Wellen, die sich da teilweise zeigten (ebenso natürlich wie die Tricks die auf ihnen vollführt wurden), konnten sich echt sehen lassen. Es erschien mir jedoch so, als könne man die Fähigkeiten der Wettbewerbs-Teilnehmer erst wirklich verstehen, hatte man selbst ein wenig Ahnung vom Surfen. Und wir waren da nun wirklich keine Experten. So saßen die Teilnehmer teilweise bis zu 10 Minuten draußen auf dem Meer und warteten auf eine gute Welle. Ich hätte ja schon längst einfach irgend eine zu nehmen probiert. Tja, ich nehme an, das ist der Grund, warum ich nicht bei der Weltmeisterschaft mitmache ;) Die Tricks die sie dann auf der Welle vollführten sahen alle gleich beeindruckend für uns aus, denn sowohl Julie als auch ich hatten es gerade mal geschafft auf dem Surfboard aufzustehen - manchmal ;P – während einige in der Mänge Raunen und Klatschen hervorriefen und andere eben nicht.


Am Abend hatten wir uns entschlossen, wenn schon nicht in Surfers Paradise wie alle anderen Clubben zu gehen, dann doch wenigstens mal in einer Bar vorbei zu schauen und wurden von Simon (27) aus England begleitet. So verschlug es uns erst in einen Irish-Pub, in dem kein einziger Ire zu sehen war und danach in einen „Biergarten“, der nun wirklich so gar keine Ähnlichkeit mit einem Biergarten hatte. Na ja, dann ist es wenigstens eine Überraschung für jeden Australier, wenn er nach Deutschland kommt und dort einen echten, schönen Biergarten erspäht. Da bekomme ich doch gerade echt Lust, mich bei meiner Rückkehr wieder mal in einen zu setzen :)
Also packten wir unsere Sachen zusammen und begaben uns gegen 13 Uhr Richtung Greyhound-Bus. Dabei waren wir Regenschutz-technisch in voller Montur ausgestattet: Unsere Koffer waren mit Mülltüten umspannt - ebenso wie mein Rücksack -, die Odisys-Regenjacke schütze meinen Oberkörper, genauso wie mein Regenschirm und sogar Joe hatte im Fundbüro des Hostels noch einen (zugegebener Maßen leicht demolierten) Regenschirm für sich gefunden. Dazu dann kurze Hosen an und Flipflops, schließlich werden die Beine bei Flutregen ohnehin nass und da will man nun wirklich nicht in einer langsam trocknenden Jeans stecken. So watschelten wir also unsere etwa 300 Meter zur Roma Station und kamen sogar halbwegs trocken dort an ;)
Obwohl Surfers Paradise nur etwa eine halbe Stunde Autofahrt von Brisbane entfernt liegt, erwartete uns dort schon viel besseres Wetter. Zwar war es immer noch nicht der sonst so übliche strahlende Sonnenschein, doch zumindest regnete es nicht – und das war nach unserer Erfahrung in den letzten Tagen nun wirklich eine ordentliche Verbesserung. Ich checkte also mein Hostel ein und auch Joes Koffer fand dort vorübergehend Unterschlupf und schon begaben wir uns auf unsere Entdeckungstour. Praktisch, das Joe schon einmal in Surfers gewesen war, sodass er mich gleich ein wenig herumführen konnte. Viel gab es aber nicht zu sehen.
Surfers Paradise erscheint ein bisschen so, als habe man versucht Miami nach Australien zu verpflanzen – konnte aber einfach nicht mithalten. Statt gemütlichem Sufer-Örtchen, wie man dem Namen entsprechend vielleicht vermuten würde, findet man hier große Wolkenkratzer direkt am Strand, Unmengen an Nachtclubs, zu denen man an jeder Ecke von irgendwelchen Promotion-Leuten eingeladen wird, und ein Haufen Fast-Food. Na gut, letzteres findet man in jedem westlich-orientiertem Land sowieso an jeder Ecke... ich geb's ja zu! Flair hatte das ganze aber nun wirklich nicht. Dazu scheint es hier fast nur Leute in meinem Alter hin zu ziehen (und die sind mir hier in Australien wirklich ein Graus geworden), die sich besinnungslos Betrinken und einfach nur „Abfeiern“ möchten... Nach meinem doch sehr kulturell geprägten Aufenthalt in Sydney nicht unbedingt das, was ich als eine erfüllende Abendgestaltung verstehe. Aber Geschmäcker sind eben verschieden.
Nachdem mich die Stadt nun wirklich nicht sonderlich beeindruckt hatte, ging es hinüber zum Strand, an dem – Dank des uneinschätzbaren Wetters – glücklicher Weise wirklich so gut wie nichts los war. Dort entschlossen wir uns Joe zur Feier seines am nächsten Tag anstehenden 29. Geburtstages einen Sandkuchen zu backen, doch nachdem die 2 bereits einige Probleme bereitete, entschied Joe kurzerhand, dass mir der Geburtstagskuchen gewidmet sein solle – denn eine 0 sei einfacher zu formen als eine 9! Somit erreichte mich mein erstes Geburtstagsgeschenk bereits 20 Tage vor meinem Geburtstag – passt doch irgendwie, schließlich werde ich ja auch 20 ;)
Auf dem Rückweg durchstöberten wir noch einige Souvenirshops in denen sich so einige interessante Funde machen ließen – wenn schon nicht interessant genug um sie tatsächlich zu kaufen, dann doch wenigstens interessant genug um ein Foto von ihnen zu machen ;)
Den Abend verbrachten wir nur gemütlich in unserem Hostel-Wohnzimmer, auf dessen Couch Joe – ganz illegal ;P – sogar ein paar Stündchen Schlaf finden konnte, bevor er sich irgendwann mitten in der Nacht aus dem Staub machte.
Meinen zweiten Tag in Surfers Paradise verbrachte ich mit Julie (26) aus Holland, die sich ebenfalls in meinem Hostel befand und die Joe und ich schon am Vorabend kennen gelernt hatten. Gemeinsam mit ihr nahm ich den Bus nach Coolangatta, einem Nachbarort von Surfers Paradise, in dem sich am heutigen Tag das Viertelfinale der Surf-Weltmeisterschaften zutragen sollte.
Dazu waren extra Surf-Größen aus aller Welt angereist und die Wellen, die sich da teilweise zeigten (ebenso natürlich wie die Tricks die auf ihnen vollführt wurden), konnten sich echt sehen lassen. Es erschien mir jedoch so, als könne man die Fähigkeiten der Wettbewerbs-Teilnehmer erst wirklich verstehen, hatte man selbst ein wenig Ahnung vom Surfen. Und wir waren da nun wirklich keine Experten. So saßen die Teilnehmer teilweise bis zu 10 Minuten draußen auf dem Meer und warteten auf eine gute Welle. Ich hätte ja schon längst einfach irgend eine zu nehmen probiert. Tja, ich nehme an, das ist der Grund, warum ich nicht bei der Weltmeisterschaft mitmache ;) Die Tricks die sie dann auf der Welle vollführten sahen alle gleich beeindruckend für uns aus, denn sowohl Julie als auch ich hatten es gerade mal geschafft auf dem Surfboard aufzustehen - manchmal ;P – während einige in der Mänge Raunen und Klatschen hervorriefen und andere eben nicht.
Am Abend hatten wir uns entschlossen, wenn schon nicht in Surfers Paradise wie alle anderen Clubben zu gehen, dann doch wenigstens mal in einer Bar vorbei zu schauen und wurden von Simon (27) aus England begleitet. So verschlug es uns erst in einen Irish-Pub, in dem kein einziger Ire zu sehen war und danach in einen „Biergarten“, der nun wirklich so gar keine Ähnlichkeit mit einem Biergarten hatte. Na ja, dann ist es wenigstens eine Überraschung für jeden Australier, wenn er nach Deutschland kommt und dort einen echten, schönen Biergarten erspäht. Da bekomme ich doch gerade echt Lust, mich bei meiner Rückkehr wieder mal in einen zu setzen :)
Abonnieren
Posts (Atom)