Sonntag, 30. August 2009

Cairns die ersten 4 Tage im Rückblick

Wie es unser Plan vorgesehen hatte, mussten Olga und ich uns in den ersten Tagen nicht mit einem Jetlag herumärgern. Vielmehr machte sich eine allgemeine Müdigkeit breit, die aus unseren kurzen Schlaf-Perioden resultierte.


Der zweite Tag führte uns erneut zur Lagoone, nicht jedoch ohne vorher das australische Abenteuer Einkaufen hinter uns gebracht zu haben. Sucht man nicht gerade Schwarzbrot oder gescheites Müsli (also keine Cornflakes), sieht es mit der Auswahl eigentlich ganz gut aus.
Außerdem darf ich feststellen, dass Olga und ich uns sehr gut ergänzen: Einmal in der Funktion von Schlüssel(-träger -> Olga) und Uhr(-zeitenauskunft -> Ich), aber auch auf dem Feld Einkaufen und Kochen: Ich habe meist die Idee für das Essen, sie weiß wie man es zubereitet. Uff, gerade noch mal Glück gehabt ;) Ein Jahr lang von Nudeln und Spiegelei ernähren wäre sicher nicht so super gewesen.

Als wir also am Abend unsere neu errungenen Lebensmittel zubereiteten, bot sich uns eine einmalige Chance: Ans schwarze Brett wurde eine Suchanfrage für gärtnernde Backpacker gehängt, die zum Lohn Essen und Unterkunft gestellt bekommen sollten und denen man als Dank die Gegend zeigen wollte. Diese "Accomodations", wie man sie hier nennt, das heißt Arbeiten für einen kostenlosen Wohnraum, sind hier häufig und sehr beliebt - muss man doch pro Nacht mit einem Hostelpreis von 20 -28 AUD pro Bettchen rechnen. Zwar hatten wir eigentlich noch nicht geplant von anfang an zu Arbeiten, doch wussten Olga und ich sowieso noch nicht so wirklich, was wir als nächsten machen wollten und so beschlossen wir bei der Nummer anzurufen, bei der man uns sagte, man würde sich melden.

Den Abend verbrachten wir mit den gerade kennengelernten deutschen Jungs im Woolshed. Das Woolshed ist ein Club, der, sagen wir mal, eher rustikal eingerichtet wurde, und in dem es zum guten Ton gehört nicht nur die Tanzfläche zu betanzen, sondern auch gleich sämtliche Tische und Bänke. Wer hier eine Körpergröße von etwa 173 nicht überschreitet ist eindeutig im Vorteil. Der extravagante Kleidungsstil einiger mutiger Australierinnen (oder Backpackerinnen... in Cairns weiß man das nie) verschlug uns dann aber doch schon einige Male die Sprache. An die Worte meiner Eltern zurückerinnert "Das Kleid sieht aus wie ein Nachthemd!" durfte ich doch wirklich jemanden im (eindeutigen!) Negligé betrachten.
An unserem dritten Tag zogen "unsere" Jungs nun aus dem Dreamtime aus und im "Gilligans" ein. Dieses Hostel ist als reines Partyhostel bekannt, kostet pro Nacht dementsprechend auch etwas mehr. Wir halfen ihnen also ihren Krempel zu befördern, den sie alleine fast nicht in der Lage waren mit einem Mal zu transportieren - da lobe ich mir doch meinen Trolley. Auf meine Frage, warum sie denn einen Reiserucksack dabei hätten und nicht etwa etwas zum ziehen, entgegnete man mir nur (unter der Last eines Reiserucksacks hinten, eines Tagesrucksacks vorne, einer Laptoptasche, einem Fußball, einigen Tüten,...) ächzender Weise: "Das hat doch vielmehr Stil. Es heißt ja schließlich auch BACK-Packer" (so werden hier die Work and Traveller genannt). Gut, dass sie sich bald ein Auto kaufen wollen.
Nach einem schnellen Einkauf zog es uns zurück zur Lagoone um den Tag zu genießen. Am Abend wollten wir schließlich unsere Jungs im Partyhostel Gilligans besuchen. Doch dies stellte sich als echte Herausforderung heraus. Mit der Vorgabe "Zimmer 130" irrten wir verwirrt durch allerlei Gänge, deren Nummerierungs-Ordnung uns mehr als merkwürdig erschien. Vorbei an grölenden und mit seeehr viel Alkohol ausgestatteten Amerikanern, die wir nun wirklich nicht nach dem Weg fragen wollten, suchten wir verwirrt nach der Zimmernummer um zum Glück nach 5 Minuten von einem der Jungs gefunden zu werden.
Nicht lange fackelnd, zog es uns hinunter in die direkt zum Hostel gehörende Disko. Unseren Verbindungen zu Hostelgästen zu danken gelang es uns natürlich auch gleich beim Eintritt 10 Dollar zu sparen ;)
Da unsere Jungs jedoch schon ziemlich im Eimer waren und wohl auch etwas über den Durst getrunken hatten, blieben ab etwa 1 Uhr nur noch Olga und ich übrig. Doch es dauerte nicht lange, bis ich Olga von einem Kerl umschwärmt neben mir fand, der ihr eine Rose schenkte. Mit allerlei Geschenken ausgerüstet fiel auch die weitere Kontaktaufnahme nicht schwer (man hatte ja jetzt eine Rose, auf die jeder einen ansprach ;) ) und so lernten wir ein paar nette Irländer kennen. Die Ir(r)en stellten eine sehr nette Abendbegleitung dar, auch wenn es uns deutlich schwerer viel sie zu verstehen, als jeden Australier (ich erinnere mich an einen anderen Iren auf einem gewissen Campingplatz nahe Florenz mit dem ich schonmal dieses Problem hatte, nicht wahr Mama?). Gut erzogen wie wir sind lehnten wir jedoch dankbar die Einladung ab, auf deren Zimmer weiter zu feiern, als der Club zumachte (Mickey: "That wasn't meant in a bad way! Now I feel like a pervert...")
und dappelten nach Hause.
Sonntags hieß es dann früh aus den Feldern, schließlich gab es für diese Nacht leider kein freies Bett mehr im "Dreamtime Travellers" und so mussten wir ins etwa 20 Meter entferne "Gekkos" umziehen. Zu aller Überraschung hatten wir am abend zuvor festgestellt, dass das auch die neue Adresse unserer deutschen Jungs seien würde. Wir bezogen also unser neues Zimmer, das zwar sauber war, jedoch an sich leider nicht sonderlich einladend. Nach dem tropischen und sehr einheimelnden Dreamtime erschien uns das Gekkos doch sehr kahl und unpersönlich. Doch viel Zeit zum eingewöhnen blieb nicht, denn unsere potentiellen neuen Arbeitgeber hatten sich gemeldet und wollten uns treffen um uns kennenzulernen. Stuart und Fiona erschienen sehr nett und wir hofften darauf, dass sie uns eine Zusage machen würden, nachdem sie noch die anderen Jobanwärter gesehen hätten. Eine Stunde später hieß es in unserem Zimmer dann "I pick you up tomorrow at 7.50!" uns wir hatten den Job!
Unseren vorerst letzten Tag in Cairns verbrachten wir ausnahmsweise einmal getrennt: Während ich mich mit unseren neuen Bekannten den Iren an der Lagoon verabredet hatte, verbrachte Olga lieber Zeit mit unseren deutschen Jungs. Es tat gut, mal wieder ausschließlich auf Englisch angewiesen zu sein und sich nicht - wie eigentlich die ganzen vorherigen Tage - fast nur auf Deutsch zu unterhalten. Die Iren waren zudem glücklicher Weise sehr geduldig, denn sie mussten sich oft ein "wie bitte?" von mir anhören und unzählige Male wiederholen, was sie mir mitteilen wollten. Zum Glück war Mickey unter ihnen, der schon seit einigen Jahren in Großbritanien lebte und den man dadurch wenigstens ein bisschen besser verstand. Wenn alle Stricke reißen sollten, hatte ich also immernoch ihn zum "Übersetzen".
Am Abend trafen wir dann alle wieder aufeinander, denn wir nutzen das Angebot unseres Hostels aus, in der "Rhinobar" kostenlos Essen zu können. Die Portionen waren - wie nicht anders zu erwarten - natürlich ziemlich klein und atemberaubender Geschmack ist etwas anderes, aber wir wurden satt. Das nächste Mal kochen wir trotzdem wieder selber ;) Mich verschlug es nun doch noch mit zu den Iren ins Gilligans, wo wir auf deren Balkon den Abend verbrachten, während Olga mit den deutschen Jungs im Hostel einen Film zu sehen vorzug. Spät in der Nacht brachte mich also ein schon etwas angedudelter Conal - ganz Gentlemen - durch die Stadt zu meinem Hostel, sodass ich sicher ankam :) Um seine Rückkehr jedoch, machte ich mir eher Sorgen, denn sagen wir es so, ein gesunder Orientierungssinn sieht anders aus und das gepaart mit Alkoholkonsum... naja. Nach einer halben Stunde etwa erreichte mich dann tatsächlich eine Sms von Mickey, ob Conal denn schon auf dem Weg, oder noch bei uns im Hostel wäre... da wurde mir ganzschön mulmig. Kurze Zeit später jedoch teilte Mickey mir glücklicher Weise mit, dass Conal angekommen wäre... was ihn jedoch diese Zeit gekostet hat, werden wir wohl nie erfahren ;)

Sonntag, 16. August 2009

Cairns Tag 1 im Rückblick

Hallo Zuhause :) Nun schaffe ich es nun doch endlich mal wieder eine Nachricht zu schreiben. Wie ihr an der Tatsache, dass ich die Nachrichten aus Singapur und Sydney hochgeladen habe zweifelsfrei erkennen konntet bin ich gut in Cairns angekommen. Der Flug von Sydney nach Cairns verlief ohne Probleme, auch wenn ich einfach nur noch tot müde war. Mein x-tes Mittagessen bekam ich vor Müdigkeit schon gar nicht mehr runter. Naja, ich habe ja auch wirklich genug auf den Flügen gegessen ;) In Cairns angekommen stellte ich zu meiner Erleichterung fest, dass Cairns nur einen sehr kleinen Flughafen hat und dementsprechend auch nur eine Gepäckausgabe. Olga, deren Handyakku passender Weise zu Beginn der Reise leer war, und mit der ich mir alle möglichen Treffpunkte im Flughafen ausgedacht hatte (frei nach dem Motto "Wenn es das eine nicht gibt, dann treffen wir uns beim nächsten" reichte unsere Liste von McDonalds, über Burgerking, Pommesbuden, Meetingpoints bis schließlich zu Infoständen). Glücklicher Weise mussten wir auf diesen Plan nicht zurück greifen. Ich fand sie gleich an ihrem Gepäckband, wiedermal mit der Frischhaltefolie beschäftigt, die sie zur Sicherheit um den Koffer gebunden hatte, sodass ihn niemand öffnen könnte, und die uns bereits am Frankfurter Flughafen - beim auspacken des Pfeffersprays - viel Freude bereitet hatte. Verständlicher Weise waren wir beide völlig im Eimer. Aber wir hatten uns zum Motto gesetzt: "Schlafen ist nicht", denn schließlich wollten wir nicht zulassen, dass uns der Jetlag für mehrere Tage niederrafft (Wir kamen um 12.30 Uhr Ortszeit an). Wir kauften uns also ein Ticket für einen Bus, der vom Flughafen aus die entsprechenden Hostels und Hotels seiner Fahrgäste anfuhr. Cairns kam uns riesig vor, denn wir waren ziemlich lange unterwegs und so richtige Orientierung hatten wir auf der Fahrt auch nicht. Wie sich jedoch für uns im Nachhinein erkenntlich zeigt ist Cairns keineswegs groß (oder zumindest die Innenstadt nicht) und alle Hotels / Hostels, die wir passierten leicht zu Fuß zu erreichen. In unserem Hostel - dem Dreamtime Travellers - angekommen bezogen wir sogleich unsere Zimmer. Wie sich herausstellte hatten wir das Glück die Exklusivität einer eigenen kleinen Zwei-Mann-Hütte zu genießen, die sich direkt neben unserem kleinen Pool (der mehr einem Teich glich) befand. Das Zimmer war zudem noch sehr sauber, sodass wir uns Pudel wohl fühlten. Nach einer kleinen Tour durch das Hostel, das sehr persönlich gehalten ist und sogar statt großer Massenduschen lediglich über kleine Einzelräume mit Bädern und Duschen verfügt, waren wir etwas verblüfft: Jeder, dem wir bisher über den Weg gelaufen waren sprach Deutsch! Irgendwie hatten wir die "Deutsche-Woche" abgepasst und nur ein einziger Australier aus Melbourne musste sich unter den Deutschen als Anderssprachiger behaupten ;) Wir lernten sogleich drei wirklich nette Norddeutsche kennen (Manu, Stefan und Sven), die eine Woche vor uns in Australien eingetroffen waren und momentan auf der Suche nach einem erschwinglichen Auto sind.
Natürlich hieß es dann erstmal: Ab in die Stadt und sich umsehen. Da ich ja vor 4 Jahren schon einmal für einen Tag in Cairns war hatte ich zumindest halbwegs eine Orientierung.
Mit einem Subway-Sandwich gerüstet, ging es also gleich zur "Lagoon" - dem Stadtpool von Cairns, da man das Meer leider nur durch ein Watt erreicht, das von Krokodilen bewohnt wird - um sich zu Sonnen. Auch hier vernahm man zu unserer Überraschung wieder viele deutsche Stimmen - ob es in Deutschland wohl noch Jugendliche gibt? Bereits eine Stunde nach unserer Ankunft (also gegen 16 Uhr) mussten wir jedoch schockiert feststellen, dass sich die Temperatur merklich um einige Grad absenkte und der Wind zunahm, sodass es im leichten Sommerkleidchen wirklich unangenehm kühl wurde. Auf dem Rückweg zum Hostel erkundeten wir die Shop-Landschaft und erforschten die Supermärkte. Der Abend wurde mit einer Pizza an der Esplanade besiegelt. Diese ist die Küstenstraße hier und DIE zentrale Restaurant-Meile.

Aus unserem Vorhaben, früh ins Bett zu gehen um sich vom anstrengenden Flug zu erholen wurde dann auch nichts mehr, denn bis 2 Uhr nachts saßen wir mit den 3 deutschen Jungs beisammen und haben gequatscht.

Donnerstag, 13. August 2009

Sydney

Halli Hallo ihr :) Nach etwa 7 Stunden Flug bin ich nun in Sydney angekommen. Erstaunlich, schon beim ersten Flug fiel mir die Zeitdifferenz zwischen meinen damaligen Flugzeiten (FFM – Singapur 14 Std; Singapur – Brisbane 9 Std) und den jetzigen auf (FFM – Singapur 11 ½ Std; Singapur – Sydney 7 Std). Vielleicht schlägt sich die enorme Platzersparnis der Quantasmaschine in Bezug auf den Sitzplatzraum ihrer Passagiere positiv auf die Aerodynamik aus ;) Wunder der Physik :P
Mein Flug verlief wieder angenehm. Ich hatte eine Neuseeländerin mit Wurzeln in Südafrika als Sitznachbarin, die mit ihren etwa 60 Jahren sehr freundlich und dennoch nicht aufdringlich war. Da wir diesmal nur zu zweit in einer der äußeren Reihen saßen hatten wir beide verhältnismäßig viel Platz... Ich spreche hier aber wirklich nur im VERHÄLTNIS ;P
Eigentlich hatte ich mir überlegt auf dem Flug etwas zu schlafen, schließlich würde ich in Sydney um 5 Uhr morgens ankommen und müsste es dann noch schaffen bis zum Abend wach zu bleiben. Doch ach ja, da gab es ja auch noch das Filmprogramm... und wenn ich das nun auf dem Inlandflug nicht hätte? Aber ich wollte doch soo gerne noch diese 2 Filme gucken... Resultat des ganzen war natürlich, dass ich garnicht mehr schlief... Naja, jetzt muss ich eben sehen, dass ich mich wachhalte.
Um ehrlich zu sein ging es mir ganzschön schlecht, als ich in Sydney ankam. Ich stieg aus dem Flugzeug aus, bahnte mir meinen Weg zur Gepäckausgabe, was garnicht so einfach war, und wechselte sogleich meine SIM-Karte um Zuhause anrufen zu können. Zu meinem Bedauern teilt mein Handy mir jedoch mit, ich hätte nicht mehr genug „Balance“ um den Anruf zu tätigen... nicht mehr genügend Geld auf der Prepaid-Karte nehme ich an. Irgendwie scheine ich das noch freischalten zu müssen, denn eigentlich hab ich da 50 AUD drauf... Naja, vielleicht weiß Olga ja was zu tun ist. Natürlich war ich darüber maßlos enttäuscht. Dann musste ich auch noch erfahren, dass ich 5 AUD für einen Zug zum anderen Terminal bezahlen musste... wie gemein! Laufen kann man die Strecke nämlich gar nicht... so ne Abzocke :( Im anderen Terminal angekommen gab ich mein Gepäck ab und stellte fest, dass ich mir da drüben noch nicht einmal etwas zu essen kaufen konnte. Erstens fehlte es mir an Bargeld und zweitens fehlte es an Geschäften. Fertig mit der Welt und sauer auf das doofe Handy kam ich mir so ganz alleine ganz schön fehl am Platz vor. Und die Freundlichkeit der Flughafenangestellten lässt um 5 Uhr früh auch eher zu Wünschen übrig... naja, wer kann ihnen das schon verübeln.
Jetzt hieß es also entweder 2 ½ Std mit knurrendem Magen auf einem Terminal rumsitzen, dass echt langweilig war, oder erneut 10 AUD ausgeben (Hin- und Rückfahrt) um doch nochmal ins andere Terminal zu gehen... da ging mein Geld also dahin XD. Also setzte ich mich vor das große Terminal nach draußen und genoss mein soeben gekauftes Sandwich. Es tut gut mal wieder frische Luft und nicht nur Flugzeugluft zu atmen. Danach ging es mir gleich besser und jetzt bin ich Sydney auch wieder wohlgesonnen. Ich sitze mal wieder (das scheinen meine Lieblingsplätze auf meiner Reise zu sein ;) ) im Boarding-Wartebereich und das diesmal sogar nicht ganz alleine mit einem kleinen Netbook. Von meinem Platz aus sehe ich einige Internetzugänge, doch die sind natürlich – wie wäre es auch anders zu erwarten – besetzt. An diesem Kampf beteilige ich mich jetzt nicht ;)
Nun geht es gleich nochmal 3 Stunden in die Luft um dann schließlich in Cairns zu landen. Ich hoffe das mit dem Treffen mit Olga wird was.

Mittwoch, 12. August 2009

Singapur


Hallo meine Lieben :) Ich melde mich, mit den allerliebsten Grüßen nach Hause, aus dem fernen Singapur! Die aktuelle Deutsche Uhrzeit beträgt 13 Uhr, die örtliche Zeit jedoch ist schon 19 Uhr. Diese Zeitdifferenz ruft einen recht amüsanten Essensplan hervor: Von einem Nachtsnack, über ein Frühstück heute morgen, bekomme ich nun schon wieder Abendessen. So kann es gehen ;)
Der bisherige Flug war recht angenehm. Zwar spürt man deutlich den Platzunterschied zwischen Quantas und Singapoor-Airlines (mit Singapoor-Airlines flog ich 2005 nach Australien), denn der Sitzplatz ist wirklich schon sehr eng bemessen, doch man kann sich irgendwie engagieren. Zum Glück bin ich ja aus Frankfurt mit Olga (einem Mädchen vom Bodensee) gestartet, sodass man auch mal den ein oder anderen Gegenstand auf ihren Beinen zwischenlagern konnte ;)
Die weitere Reise werde ich nun jedoch (zumindest bis Cairns) erst einmal alleine weiterführen müssen, denn während ich bald schon wieder im Flieger sitze und mich, das hier schreibend, auch schon im Wartebereich des Gates befinde, hat sie noch 3 Stunden Aufenthalt vor sich. Die Maschine, mit der wir nach Singapur flogen wurde gerade gesäubert und auf ihre Sicherheit überprüft und für mich heißt es nun zurück hinein (wenn auch auf einen anderen Sitzplatz). Olga hingegen darf ihren Flug im Airbus 380 fortsetzen. Vllt ist da mehr Platz ;) Ich kann also nur hoffen, dass ich einen netten neuen Sitznachbarn bekomme.
Die Zeit auf dem letzten Flug ging recht schnell um, denn 2 Filme und ein wenig Schlaf lenkten mich ab. Da das Filmangebot sehr groß und gut gewählt ist, wird mir auch sicher bis Sydney nicht langweilig werden (entgegen aller Wahrsagungen sind aber weder Ice Age 3, noch Public Enemy unter den Filmen. Mein Kinobesuch der beiden Filme hat sich also gelohnt ;) )
Schade ist es ja schon ein bisschen, dass ich nur so einen kurzen Zwischenstop hatte. Von den 90 Minuten am Boden verbrachte ich schon alleine 15 Minuten mit darauf warten, aus dem Flugzeug zu kommen. Ansonsten reichte es nur noch einmal durch den Einkaufsbereich zu laufen (von Bummeln konnte keine Rede sein, denn er ist riesig und ich glaube wir haben sein Ende auch noch nicht erreicht gehabt. Wir zogen es jedoch vor die Erkundungstour auf Olga zu verschieben, die mir versprechen musste von meinem heiß erwarteten - und nie gesehenen – Pool im Transitbereich ein Foto zu machen *seufz* Dabei wäre ich soooo gerne mal reingesprungen.
So, meine Sitzreihe wurde zum Boarden aufgerufen. Ich berichte weiter aus Sydney ;)

Die Reise beginnt

Hallo meine Lieben :)

Nun ist es 20 Uhr und ich bin gerade fertig geworden mit Packen... länger hätte das wirklich nicht dauern können. Ich begebe mich um 23.55 Uhr erst Richtung Sydney mit Zwischenstop in Singapore und von Sydney aus geht es dann weiter nach Cairns - meinem eigentlichen Reiseziel. Ich werde etwa 30 Stunden unterwegs sein, also wundert euch nicht, falls ihr nichts von mir hört ;) Wenn es in Sydney Internetzugang gibt, werde ich mich sicher mal zwischenmelden.
So, nun aber erstmal genug, in einer halben Stunde heißt es ab zum Flughafen. Ich berichte aus Australien ausführlicher ;)


----------------------------------------------------------
Bilder vom Flughafen: