Wie es unser Plan vorgesehen hatte, mussten Olga und ich uns in den ersten Tagen nicht mit einem Jetlag herumärgern. Vielmehr machte sich eine allgemeine Müdigkeit breit, die aus unseren kurzen Schlaf-Perioden resultierte.
Der zweite Tag führte uns erneut zur Lagoone, nicht jedoch ohne vorher das australische Abenteuer Einkaufen hinter uns gebracht zu haben. Sucht man nicht gerade Schwarzbrot oder gescheites Müsli (also keine Cornflakes), sieht es mit der Auswahl eigentlich ganz gut aus.
Außerdem darf ich feststellen, dass Olga und ich uns sehr gut ergänzen: Einmal in der Funktion von Schlüssel(-träger -> Olga) und Uhr(-zeitenauskunft -> Ich), aber auch auf dem Feld Einkaufen und Kochen: Ich habe meist die Idee für das Essen, sie weiß wie man es zubereitet. Uff, gerade noch mal Glück gehabt ;) Ein Jahr lang von Nudeln und Spiegelei ernähren wäre sicher nicht so super gewesen.
Als wir also am Abend unsere neu errungenen Lebensmittel zubereiteten, bot sich uns eine einmalige Chance: Ans schwarze Brett wurde eine Suchanfrage für gärtnernde Backpacker gehängt, die zum Lohn Essen und Unterkunft gestellt bekommen sollten und denen man als Dank die Gegend zeigen wollte. Diese "Accomodations", wie man sie hier nennt, das heißt Arbeiten für einen kostenlosen Wohnraum, sind hier häufig und sehr beliebt - muss man doch pro Nacht mit einem Hostelpreis von 20 -28 AUD pro Bettchen rechnen. Zwar hatten wir eigentlich noch nicht geplant von anfang an zu Arbeiten, doch wussten Olga und ich sowieso noch nicht so wirklich, was wir als nächsten machen wollten und so beschlossen wir bei der Nummer anzurufen, bei der man uns sagte, man würde sich melden.
An unserem dritten Tag zogen "unsere" Jungs nun aus dem Dreamtime aus und im "Gilligans" ein. Dieses Hostel ist als reines Partyhostel bekannt, kostet pro Nacht dementsprechend auch etwas mehr. Wir halfen ihnen also ihren Krempel zu befördern, den sie alleine fast nicht in der Lage waren mit einem Mal zu transportieren - da lobe ich mir doch meinen Trolley. Auf meine Frage, warum sie denn einen Reiserucksack dabei hätten und nicht etwa etwas zum ziehen, entgegnete man mir nur (unter der Last eines Reiserucksacks hinten, eines Tagesrucksacks vorne, einer Laptoptasche, einem Fußball, einigen Tüten,...) ächzender Weise: "Das hat doch vielmehr Stil. Es heißt ja schließlich auch BACK-Packer" (so werden hier die Work and Traveller genannt). Gut, dass sie sich bald ein Auto kaufen wollen.
Nach einem schnellen Einkauf zog es uns zurück zur Lagoone um den Tag zu genießen. Am Abend wollten wir schließlich unsere Jungs im Partyhostel Gilligans besuchen. Doch dies stellte sich als echte Herausforderung heraus. Mit der Vorgabe "Zimmer 130" irrten wir verwirrt durch allerlei Gänge, deren Nummerierungs-Ordnung uns mehr als merkwürdig erschien. Vorbei an grölenden und mit seeehr viel Alkohol ausgestatteten Amerikanern, die wir nun wirklich nicht nach dem Weg fragen wollten, suchten wir verwirrt nach der Zimmernummer um zum Glück nach 5 Minuten von einem der Jungs gefunden zu werden.
Nicht lange fackelnd, zog es uns hinunter in die direkt zum Hostel gehörende Disko. Unseren Verbindungen zu Hostelgästen zu danken gelang es uns natürlich auch gleich beim Eintritt 10 Dollar zu sparen ;)
Da unsere Jungs jedoch schon ziemlich im Eimer waren und wohl auch etwas über den Durst getrunken hatten, blieben ab etwa 1 Uhr nur noch Olga und ich übrig. Doch es dauerte nicht lange, bis ich Olga von einem Kerl umschwärmt neben mir fand, der ihr eine Rose schenkte. Mit allerlei Geschenken ausgerüstet fiel auch die weitere Kontaktaufnahme nicht schwer (man hatte ja jetzt eine Rose, auf die jeder einen ansprach ;) ) und so lernten wir ein paar nette Irländer kennen. Die Ir(r)en stellten eine sehr nette Abendbegleitung dar, auch wenn es uns deutlich schwerer viel sie zu verstehen, als jeden Australier (ich erinnere mich an einen anderen Iren auf einem gewissen Campingplatz nahe Florenz mit dem ich schonmal dieses Problem hatte, nicht wahr Mama?). Gut erzogen wie wir sind lehnten wir jedoch dankbar die Einladung ab, auf deren Zimmer weiter zu feiern, als der Club zumachte (Mickey: "That wasn't meant in a bad way! Now I feel like a pervert...")
und dappelten nach Hause.
Sonntags hieß es dann früh aus den Feldern, schließlich gab es für diese Nacht leider kein freies Bett mehr im "Dreamtime Travellers" und so mussten wir ins etwa 20 Meter entferne "Gekkos" umziehen. Zu aller Überraschung hatten wir am abend zuvor festgestellt, dass das auch die neue Adresse unserer deutschen Jungs seien würde. Wir bezogen also unser neues Zimmer, das zwar sauber war, jedoch an sich leider nicht sonderlich einladend. Nach dem tropischen und sehr einheimelnden Dreamtime erschien uns das Gekkos doch sehr kahl und unpersönlich. Doch viel Zeit zum eingewöhnen blieb nicht, denn unsere potentiellen neuen Arbeitgeber hatten sich gemeldet und wollten uns treffen um uns kennenzulernen. Stuart und Fiona erschienen sehr nett und wir hofften darauf, dass sie uns eine Zusage machen würden, nachdem sie noch die anderen Jobanwärter gesehen hätten. Eine Stunde später hieß es in unserem Zimmer dann "I pick you up tomorrow at 7.50!" uns wir hatten den Job!
Unseren vorerst letzten Tag in Cairns verbrachten wir ausnahmsweise einmal getrennt: Während ich mich mit unseren neuen Bekannten den Iren an der Lagoon verabredet hatte, verbrachte Olga lieber Zeit mit unseren deutschen Jungs. Es tat gut, mal wieder ausschließlich auf Englisch angewiesen zu sein und sich nicht - wie eigentlich die ganzen vorherigen Tage - fast nur auf Deutsch zu unterhalten. Die Iren waren zudem glücklicher Weise sehr geduldig, denn sie mussten sich oft ein "wie bitte?" von mir anhören und unzählige Male wiederholen, was sie mir mitteilen wollten. Zum Glück war Mickey unter ihnen, der schon seit einigen Jahren in Großbritanien lebte und den man dadurch wenigstens ein bisschen besser verstand. Wenn alle Stricke reißen sollten, hatte ich also immernoch ihn zum "Übersetzen".
Am Abend trafen wir dann alle wieder aufeinander, denn wir nutzen das Angebot unseres Hostels aus, in der "Rhinobar" kostenlos Essen zu können. Die Portionen waren - wie nicht anders zu erwarten - natürlich ziemlich klein und atemberaubender Geschmack ist etwas anderes, aber wir wurden satt. Das nächste Mal kochen wir trotzdem wieder selber ;) Mich verschlug es nun doch noch mit zu den Iren ins Gilligans, wo wir auf deren Balkon den Abend verbrachten, während Olga mit den deutschen Jungs im Hostel einen Film zu sehen vorzug. Spät in der Nacht brachte mich also ein schon etwas angedudelter Conal - ganz Gentlemen - durch die Stadt zu meinem Hostel, sodass ich sicher ankam :) Um seine Rückkehr jedoch, machte ich mir eher Sorgen, denn sagen wir es so, ein gesunder Orientierungssinn sieht anders aus und das gepaart mit Alkoholkonsum... naja. Nach einer halben Stunde etwa erreichte mich dann tatsächlich eine Sms von Mickey, ob Conal denn schon auf dem Weg, oder noch bei uns im Hostel wäre... da wurde mir ganzschön mulmig. Kurze Zeit später jedoch teilte Mickey mir glücklicher Weise mit, dass Conal angekommen wäre... was ihn jedoch diese Zeit gekostet hat, werden wir wohl nie erfahren ;)
Nicht lange fackelnd, zog es uns hinunter in die direkt zum Hostel gehörende Disko. Unseren Verbindungen zu Hostelgästen zu danken gelang es uns natürlich auch gleich beim Eintritt 10 Dollar zu sparen ;)
Da unsere Jungs jedoch schon ziemlich im Eimer waren und wohl auch etwas über den Durst getrunken hatten, blieben ab etwa 1 Uhr nur noch Olga und ich übrig. Doch es dauerte nicht lange, bis ich Olga von einem Kerl umschwärmt neben mir fand, der ihr eine Rose schenkte. Mit allerlei Geschenken ausgerüstet fiel auch die weitere Kontaktaufnahme nicht schwer (man hatte ja jetzt eine Rose, auf die jeder einen ansprach ;) ) und so lernten wir ein paar nette Irländer kennen. Die Ir(r)en stellten eine sehr nette Abendbegleitung dar, auch wenn es uns deutlich schwerer viel sie zu verstehen, als jeden Australier (ich erinnere mich an einen anderen Iren auf einem gewissen Campingplatz nahe Florenz mit dem ich schonmal dieses Problem hatte, nicht wahr Mama?). Gut erzogen wie wir sind lehnten wir jedoch dankbar die Einladung ab, auf deren Zimmer weiter zu feiern, als der Club zumachte (Mickey: "That wasn't meant in a bad way! Now I feel like a pervert...")
und dappelten nach Hause.
Sonntags hieß es dann früh aus den Feldern, schließlich gab es für diese Nacht leider kein freies Bett mehr im "Dreamtime Travellers" und so mussten wir ins etwa 20 Meter entferne "Gekkos" umziehen. Zu aller Überraschung hatten wir am abend zuvor festgestellt, dass das auch die neue Adresse unserer deutschen Jungs seien würde. Wir bezogen also unser neues Zimmer, das zwar sauber war, jedoch an sich leider nicht sonderlich einladend. Nach dem tropischen und sehr einheimelnden Dreamtime erschien uns das Gekkos doch sehr kahl und unpersönlich. Doch viel Zeit zum eingewöhnen blieb nicht, denn unsere potentiellen neuen Arbeitgeber hatten sich gemeldet und wollten uns treffen um uns kennenzulernen. Stuart und Fiona erschienen sehr nett und wir hofften darauf, dass sie uns eine Zusage machen würden, nachdem sie noch die anderen Jobanwärter gesehen hätten. Eine Stunde später hieß es in unserem Zimmer dann "I pick you up tomorrow at 7.50!" uns wir hatten den Job!
Unseren vorerst letzten Tag in Cairns verbrachten wir ausnahmsweise einmal getrennt: Während ich mich mit unseren neuen Bekannten den Iren an der Lagoon verabredet hatte, verbrachte Olga lieber Zeit mit unseren deutschen Jungs. Es tat gut, mal wieder ausschließlich auf Englisch angewiesen zu sein und sich nicht - wie eigentlich die ganzen vorherigen Tage - fast nur auf Deutsch zu unterhalten. Die Iren waren zudem glücklicher Weise sehr geduldig, denn sie mussten sich oft ein "wie bitte?" von mir anhören und unzählige Male wiederholen, was sie mir mitteilen wollten. Zum Glück war Mickey unter ihnen, der schon seit einigen Jahren in Großbritanien lebte und den man dadurch wenigstens ein bisschen besser verstand. Wenn alle Stricke reißen sollten, hatte ich also immernoch ihn zum "Übersetzen".
Am Abend trafen wir dann alle wieder aufeinander, denn wir nutzen das Angebot unseres Hostels aus, in der "Rhinobar" kostenlos Essen zu können. Die Portionen waren - wie nicht anders zu erwarten - natürlich ziemlich klein und atemberaubender Geschmack ist etwas anderes, aber wir wurden satt. Das nächste Mal kochen wir trotzdem wieder selber ;) Mich verschlug es nun doch noch mit zu den Iren ins Gilligans, wo wir auf deren Balkon den Abend verbrachten, während Olga mit den deutschen Jungs im Hostel einen Film zu sehen vorzug. Spät in der Nacht brachte mich also ein schon etwas angedudelter Conal - ganz Gentlemen - durch die Stadt zu meinem Hostel, sodass ich sicher ankam :) Um seine Rückkehr jedoch, machte ich mir eher Sorgen, denn sagen wir es so, ein gesunder Orientierungssinn sieht anders aus und das gepaart mit Alkoholkonsum... naja. Nach einer halben Stunde etwa erreichte mich dann tatsächlich eine Sms von Mickey, ob Conal denn schon auf dem Weg, oder noch bei uns im Hostel wäre... da wurde mir ganzschön mulmig. Kurze Zeit später jedoch teilte Mickey mir glücklicher Weise mit, dass Conal angekommen wäre... was ihn jedoch diese Zeit gekostet hat, werden wir wohl nie erfahren ;)
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