Den nächsten Tag ließ ich erstmal langsam angehen, denn meine Erkältung war immer noch spürbar und ich wollte unter keinen Umständen Silvester im Bett verbringen. Als ich es also endlich - schon fast zur Mittagszeit - aus dem Bett geschafft und mich geduscht hatte, trabte ich nach unten in die Küche, um mir ein wenig Müsli zum Frühstück zu nehmen. Immer wieder bekam ich dabei von meinen neuen Bekannten, die ich (verblüffender Weise, hatte ich doch nicht wirklich viel Zeit im Hostel verbracht) schon wieder reichlich gesammelt hatte, die Frage gestellt, wohin ich denn zu Silvester gehen würde, um das Feuerwerk anzusehen. Und immer wieder musste ich ihnen die Antwort geben: „Öhm, ganz ehrlich? Keine Ahnung!“ Mein Plan war es ja gewesen nach Sydney zu kommen und, bei dem Glück, dass ich sonst immer auf meiner bisherigen Reise gehabt hatte, jemanden kennen zu lernen, der ein Boot hat und mit diesem in den Abendstunden im Hafen herum fährt. Tja, bisher war dieser Plan leider erfolglos geblieben. Ich hatte bereits mit Paul telefoniert, dem Freund Marks aus Airlie Beach, von dem Mark mir erzählt hatte, dass er ein Boot fährt. So etwas Blödes nur, dass es sich dabei um eine Fähre handelte, und er diese schlecht zu Silvester von seinem Arbeitgeber klauen konnte. Auch in den Jachtclub hatte ich es leider nicht geschafft zu gehen, um mir einen reichen Bootsbesitzer an zu lachen... ich hätte meine Zeit wohl besser anders einsetzen sollen ;) Aber zu meiner Freude durfte ich feststellen, dass ich Silvester unter keinen Umständen alleine verbringen würde: Zwar war Justin schon mit anderen Freunden verabredet, aber meine neuen Hostel-Freunde luden mich eifrig ein, sie zu den jeweiligen Orten zu begleiten, an denen sie sich das Feuerwerk ansehen wollten.
Zum Glück hatte die Stadt Sydney ein Karte drucken lassen, auf der man genau erfuhr, welche Parks der Öffentlichkeit frei zugänglich sein würden, in welchen Parks sanitäre Anlagen, Essen und Getränke zu erwarten wären und wo man Alkohol mitbringen durfte und wo nicht. Bei so vielen Touristen, die sich jedes Jahr für Silvester nach Sydney begeben, war das wohl auch wirklich ratsam. Bei etwa 1,5 Millionen Menschen, die sich hier am Jahreswechsel um den Hafen scheren, muss es schon wirklich ein logistisches Meisterwerk sein, das garantiert, dass alles friedlich abläuft. Und dieses Jahr würde ich eine dieser 1,5 Millionen sein! Nun musste ich mich nur noch entscheiden wo.
Am Abend traf ich mich mit Justin zum Abendessen und wir machten vom Angebot meines Hostels Gebrauch, für nur 6,95 AUD ein Buffet im Sharkhotel zu genießen. Auch Ben und Andy, zwei Briten, mit denen ich mich die letzten Tage so einige Male beim Essen wirklich gut unterhalten hatte, hatten es sich dort mit ihren Jungs gemütlich gemacht und sogleich wurden wir eingeladen, zu ihrem Tisch hinzu zu stoßen. So lernten wir also die gesamte Truppe kennen: Jack, Jon, Darryl, Andy und Ben, allesamt Anfang zwanzig und allesamt aus der Nähe von Sheffield in England. Sogleich verstanden wir uns super mit den Jungs, wenngleich ich doch ein paar Mal maß regelnd eingreifen musste, als sich die Gesprächsthemen nur noch um englische Sportler drehten. Das hat man eben davon, wenn man sich an einen Tisch mit sportbegeisterten Jungs setzt. Justin konnte sich in der Konversation prächtig beteiligen – ich verstand nur Bahnhof. Aber rücksichtsvoll wie sie alle sind, wurden sogleich andere Themen angeschnitten, als sie dies bemerkten ;)
Das Buffet war übrigens – wider erwartend bei nur 7 Dollar Kosten - wirklich gut! Sehr lecker und reichlich :) Was will man schon mehr! Hier würde ich sicher noch einige Male essen gehen ;)
Schließlich, nachdem wir uns unsere Mägen mit allen möglichen Leckereien voll gestopft hatten – hier bestätigte sich auch mal wieder, dass es von Vorteil seien kann, wenn das eigene Land aus Einwanderern verschiedenster Kulturen besteht: Aus jedem Kulturkreis das beste Essen – machten wir uns zurück ins Hostel um im Gemeinschaftsbereich mit ein wenig Wein zu sitzen und uns zu unterhalten. Dabei sollte ich hier eigentlich nicht den Begriff „Wein“ verwenden, denn so wirklich hat dieser Pappkarton diese Bezeichnung nicht verdient. „Goon“, Billigwein, der aus einem Alu-Beutelchen, dass sich in einem Pappkarton befindet, abgezapft wird, gilt hier in Australien als echtes Backpacker Getränk. Kein Wunder, denn Alkohol ist hier in Australien dank einer sehr hohen Alkoholsteuer (die wohl darauf zurück geht, dass es hier so viele Alkoholiker gibt) wirklich nicht gerade billig und Backpacker immer knapp bei Kasse. Der Pappkarton „Wein“, kommt da gerade richtig, denn sein Preis liegt bei 15 Dollar pro 4 Liter und damit deutlich unter dem Preis für jegliches Bier. Jeder Weinkenner und -genießer, würde sich hier jedoch die Nase rümpfen, denn erstens, hat das mit dem Abzapfen ja gar keinen Stil ;) und zweitens, handelt es sich bei besagtem „Goon“ eben wirklich nicht um Qualitätswein. Doch natürlich gibt es auch bei „Goon“ verschiedene Sorten und so vermag ich nicht, ein vernichtendes Urteil darüber zu fällen, habe ich doch vielleicht gerade einmal 2 Sorten probiert (eine dieser Sorten fand ich sogar echt lecker, erinnerte mich ihr Geschmack doch verdächtig an Federweise ;) ).
Auch nachdem Justin um 24 Uhr gehen musste, um seine letzte Bahn nach Bondi Beach noch zu erwischen, saß ich bis tief in die Nacht mit meinen neu gefundenen Freunden beisammen und amüsierte mich prächtig. Mit Jack entdeckte ich sogar die Heldenhaftigkeit seines Namens, stellten wir doch fest, dass so einige bekannte Heldenfiguren mit dem Namen „Jack“ versehen waren: Da gab es also Jack Bauer aus „24“, Teil einer fiktiven amerikanischen Terror-Abwehr-Einheit und sich nicht zu schade, für die gute Sache stundenlange Folter über sich ergehen zu lassen; außerdem noch den berüchtigten Captain Jack Sparrow, Pirat aus „Fluch der Karibik“, und auf der Mission seine von ihm so innig geliebte „Black Pearl“ - ein Piratenschiff – wieder zu erlangen – hinterlistig, eigentlich auch ein Bösewicht, aber man kann ihn einfach nur gerne haben!; nicht zu vergessen auch der von Groß und Klein gekannte und allseits geliebte Jack Dawson aus „Titanic“, der seine große Liebe Rose auf diesem zum Untergehen verurteilten Schiff findet und bei dem jeder auch während des 20 Mal „Titanic“ Sehens noch hofft, dass er doch nicht stirbt; und zu guter Letzt natürlich noch Jack Shepherd, Held des verunglückten Flugs 815 aus „LOST“, der mitsamt der anderen Überlebenden des Flugzeugabsturzes auf einer Pazifik-Insel fest sitzt, die ihren ganz eigenen Willen zu scheinen hat. Bei so viel Helden-Potential lag es natürlich nahe, auch Jack kurzerhand zum Helden zu erklären, doch da jeder Jack natürlich seine „Kate“ braucht (im Falle von LOSTs Jack Shepherd eine hübsche, jedoch komplizierte und sich ewig nicht entscheiden könnende Gefährtin) wurde ich ebenso kurzerhand zu dieser ernannt. Lustig, denn in der Grundschule, als unsere Lehrer uns allesamt mit englischen Vornamen ausstatteten und diese nutzten um uns anzusprechen, war mir doch tatsächlich der Name „Kate“ zuteil geworden. Wir entwickelten sogar die ultimative Heldenunterhaltung ;)
Kate: „If I get lost you're gonna come and rescue me, aren't you?! I mean, 'cos you're Jack and I am Kate!“
Jack: „I'll be there in 24 hours! But I'll send you a Sparrow first, so you know that i'm coming“
Kate: „That would be titanic!“
(Kate: Sollte ich verloren gehen, kommst du doch und rettest mich, oder? Ich meine, denn du bist ja schließlich Jack und ich bin Kate!“ Jack: „Ich werde in 24 Stunden bei dir sein! Aber ich sende dir zuerst eine Schwalbe, damit du weißt, dass ich komme“ Kate: „Das wäre gigantisch!“)
Na, konntet ihr alle Filmtitel / Filmfiguren erkennen? ;)
Am Abend traf ich mich mit Justin zum Abendessen und wir machten vom Angebot meines Hostels Gebrauch, für nur 6,95 AUD ein Buffet im Sharkhotel zu genießen. Auch Ben und Andy, zwei Briten, mit denen ich mich die letzten Tage so einige Male beim Essen wirklich gut unterhalten hatte, hatten es sich dort mit ihren Jungs gemütlich gemacht und sogleich wurden wir eingeladen, zu ihrem Tisch hinzu zu stoßen. So lernten wir also die gesamte Truppe kennen: Jack, Jon, Darryl, Andy und Ben, allesamt Anfang zwanzig und allesamt aus der Nähe von Sheffield in England. Sogleich verstanden wir uns super mit den Jungs, wenngleich ich doch ein paar Mal maß regelnd eingreifen musste, als sich die Gesprächsthemen nur noch um englische Sportler drehten. Das hat man eben davon, wenn man sich an einen Tisch mit sportbegeisterten Jungs setzt. Justin konnte sich in der Konversation prächtig beteiligen – ich verstand nur Bahnhof. Aber rücksichtsvoll wie sie alle sind, wurden sogleich andere Themen angeschnitten, als sie dies bemerkten ;)
Das Buffet war übrigens – wider erwartend bei nur 7 Dollar Kosten - wirklich gut! Sehr lecker und reichlich :) Was will man schon mehr! Hier würde ich sicher noch einige Male essen gehen ;)
Schließlich, nachdem wir uns unsere Mägen mit allen möglichen Leckereien voll gestopft hatten – hier bestätigte sich auch mal wieder, dass es von Vorteil seien kann, wenn das eigene Land aus Einwanderern verschiedenster Kulturen besteht: Aus jedem Kulturkreis das beste Essen – machten wir uns zurück ins Hostel um im Gemeinschaftsbereich mit ein wenig Wein zu sitzen und uns zu unterhalten. Dabei sollte ich hier eigentlich nicht den Begriff „Wein“ verwenden, denn so wirklich hat dieser Pappkarton diese Bezeichnung nicht verdient. „Goon“, Billigwein, der aus einem Alu-Beutelchen, dass sich in einem Pappkarton befindet, abgezapft wird, gilt hier in Australien als echtes Backpacker Getränk. Kein Wunder, denn Alkohol ist hier in Australien dank einer sehr hohen Alkoholsteuer (die wohl darauf zurück geht, dass es hier so viele Alkoholiker gibt) wirklich nicht gerade billig und Backpacker immer knapp bei Kasse. Der Pappkarton „Wein“, kommt da gerade richtig, denn sein Preis liegt bei 15 Dollar pro 4 Liter und damit deutlich unter dem Preis für jegliches Bier. Jeder Weinkenner und -genießer, würde sich hier jedoch die Nase rümpfen, denn erstens, hat das mit dem Abzapfen ja gar keinen Stil ;) und zweitens, handelt es sich bei besagtem „Goon“ eben wirklich nicht um Qualitätswein. Doch natürlich gibt es auch bei „Goon“ verschiedene Sorten und so vermag ich nicht, ein vernichtendes Urteil darüber zu fällen, habe ich doch vielleicht gerade einmal 2 Sorten probiert (eine dieser Sorten fand ich sogar echt lecker, erinnerte mich ihr Geschmack doch verdächtig an Federweise ;) ).
Auch nachdem Justin um 24 Uhr gehen musste, um seine letzte Bahn nach Bondi Beach noch zu erwischen, saß ich bis tief in die Nacht mit meinen neu gefundenen Freunden beisammen und amüsierte mich prächtig. Mit Jack entdeckte ich sogar die Heldenhaftigkeit seines Namens, stellten wir doch fest, dass so einige bekannte Heldenfiguren mit dem Namen „Jack“ versehen waren: Da gab es also Jack Bauer aus „24“, Teil einer fiktiven amerikanischen Terror-Abwehr-Einheit und sich nicht zu schade, für die gute Sache stundenlange Folter über sich ergehen zu lassen; außerdem noch den berüchtigten Captain Jack Sparrow, Pirat aus „Fluch der Karibik“, und auf der Mission seine von ihm so innig geliebte „Black Pearl“ - ein Piratenschiff – wieder zu erlangen – hinterlistig, eigentlich auch ein Bösewicht, aber man kann ihn einfach nur gerne haben!; nicht zu vergessen auch der von Groß und Klein gekannte und allseits geliebte Jack Dawson aus „Titanic“, der seine große Liebe Rose auf diesem zum Untergehen verurteilten Schiff findet und bei dem jeder auch während des 20 Mal „Titanic“ Sehens noch hofft, dass er doch nicht stirbt; und zu guter Letzt natürlich noch Jack Shepherd, Held des verunglückten Flugs 815 aus „LOST“, der mitsamt der anderen Überlebenden des Flugzeugabsturzes auf einer Pazifik-Insel fest sitzt, die ihren ganz eigenen Willen zu scheinen hat. Bei so viel Helden-Potential lag es natürlich nahe, auch Jack kurzerhand zum Helden zu erklären, doch da jeder Jack natürlich seine „Kate“ braucht (im Falle von LOSTs Jack Shepherd eine hübsche, jedoch komplizierte und sich ewig nicht entscheiden könnende Gefährtin) wurde ich ebenso kurzerhand zu dieser ernannt. Lustig, denn in der Grundschule, als unsere Lehrer uns allesamt mit englischen Vornamen ausstatteten und diese nutzten um uns anzusprechen, war mir doch tatsächlich der Name „Kate“ zuteil geworden. Wir entwickelten sogar die ultimative Heldenunterhaltung ;)
Kate: „If I get lost you're gonna come and rescue me, aren't you?! I mean, 'cos you're Jack and I am Kate!“
Jack: „I'll be there in 24 hours! But I'll send you a Sparrow first, so you know that i'm coming“
Kate: „That would be titanic!“
(Kate: Sollte ich verloren gehen, kommst du doch und rettest mich, oder? Ich meine, denn du bist ja schließlich Jack und ich bin Kate!“ Jack: „Ich werde in 24 Stunden bei dir sein! Aber ich sende dir zuerst eine Schwalbe, damit du weißt, dass ich komme“ Kate: „Das wäre gigantisch!“)
Na, konntet ihr alle Filmtitel / Filmfiguren erkennen? ;)
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