Nachdem die Nacht doch zunehmend kalt geworden war, hatte ich mich immer weiter in meine mitgenommenen Sachen eingemummelt, sodass ich am morgen mit einer Hotpants unter der Jeans, Wuschelsocken, einem normalem T-Shirt, einem Surf-Thermo-T-Shirt, einer Regenjacke, einem Badehandtuch, einem Sarong und meinem Traveller-Sheet (eine Art Bettlaken) bedeckt aufwachte. Die Nacht war nicht wirklich angenehm gewesen, hatte man uns doch bei Beaches vergessen mitzuteilen, dass wir keine Isomatten für das Zelt vorfinden würden, sodass wir auf dem harten Boden schlafen mussten. Zum Glück waren wir auf einer Sandinsel und nicht auf einer Fels-Insel gelandet. Unsere Rücken machten sich nichts desto trotz bemerkbar, doch jammern half schließlich nichts und so ging es um 6 Uhr morgens erstmal unter die – immer noch – eiskalte Dusche.
Da unser Geschirr sich mit dem von Beaches gestellten Spülmittel (das Mischverhältnis von Spüli zu Wasser war hierbei wohl 1:100) keineswegs hatte säubern lassen und nun immer noch vom BBQ-Fett triefte, verzichteten wir auf dessen Gebrauch und griffen auf unsere Hände als Teller für unser Frühstücks-Toast zurück. Glücklicher Weise hatte ich ganz in Camper-Manier mein Tracking Besteck nicht vergessen, dass Andi, Matze und Jessi mir vor meiner Abreise aus Deutschland ebenso glücklicher Weise geschenkt hatten, und so konnte ich mit einem sauberen Löffel und meinem sauberen Becher bewaffnet, sogar ein bisschen Müsli genießen.
Danach hieß es dann unser Hab und Gut wieder im Jeep verstauen (schließlich sollten wir erst am Abend ins Camp zurück kehren und wollten nicht, dass uns etwas aus den Zelten gestohlen wird) und ab in das nächste Abenteuer. Die Autobahn – in unserem Falle also den Strand – hinauf, ging es zum Indian Head, einer Kliffformation auf einer Landzunge Fraser Islands, die Cook 1770 wohl an einen Aborigine erinnerte (der Begriff „Indians“ wurde zu jener Zeit für die Urbewohner vieler Länder gleichermaßen verwendet).
Da Anna sich vor geraumer Zeit eine Fußverletzung zugezogen hatte und immer noch mit einem geschwollenem Gelenk zu kämpfen hatte, kostete uns der Anstieg weitaus mehr Zeit, als die anderen Gruppen, mussten wir doch einen Weg für sie finden, der nicht zu steil für sie war. Mit vereinten Kräften schafften wir es schließlich auf den Berg hinauf und wurden mit einer phänomenalen Aussicht belohnt. Das Wasser, das schon am Strand so einladend ausgesehen hatte, stellte sich auch von oben betrachtet als glasklar heraus, sodass der Meeresboden ohne Probleme und größere Anstrengungen beobachtet werden konnte.
Ein Schild verbot zwar das Betreten des hervorragenden Felsspitze, doch wie schon mit den Dingos, schien man es hier mit den Regeln und Verboten nicht zu genau zu nehmen. Während sich die Mitglieder unserer Gruppe dabei aber wenigstens noch sehr vorsichtig fortbewegten und immer darauf bedacht waren, nicht zu nah an den Abgrund heran zu treten, sah es bei anderen Besuchern des Indian Heads schon ganz anders aus. Manch einer kletterte die Felswand sogar todesmutig ein wenig hinunter, nur um ein „perfektes“ Foto zu erhaschen; andere wiederum hatten den Alkoholkonsum wohl schon am frühen morgen begonnen und torkelten auf dem dünnen Felsstück herum. Wahnsinnige!!
Vorsichtig auf einem der Felsen sitzend betrachteten wir den Grund des Meeres von dort oben und wurden nach kurzem Warten saftig belohnt: Neben einem Delfin, der sogar ein paar Sprünge für uns vollführte, tauchte auch noch eine Riesenschildkröte an die Wasseroberfläche auf und ermöglichte uns damit einen detailreichen Blick auf sie. Auch die für die Fraser Island Küste so berüchtigten Haie ließen sich dort beobachten, wobei es sich bei jenen doch deutlich um Riffhaie - und damit wirklich kleine Haie - handelte. Schon fast auf dem Rückweg, den Berg wieder hinunter kam plötzlich Gemurmel und Aufregung auf: 2 große Haie waren entdeckt worden und die mussten natürlich von allen erst einmal bestaunt werden. Das war schon ein Erlebnis, so einen „echten großen“ Hai vor der Küste im Wasser zu sehen. Unser Entschluss wurde bekräftigt: Nein, wir gehen nicht im Meer schwimmen.
Es wäre sicherlich auch faszinierend gewesen Fraser Island ein wenig früher zu besuchen, denn von Juli bis November ist Wal-Saison. Es muss atemberaubend sein, diese Giganten in klarem Wasser an der Küste vorbei schwimmen zu sehen. Naja, vielleicht ein anderes Mal ;)
Hinunter ging es nun wieder den gerade erklommenen Berg und zurück ins Auto, denn trotzdem uns Beaches untersagt hatte, den Weg zu den Champagne Pools mit dem Jeep hinauf zu fahren (zu viele Jeeps blieben auf der Auffahrt stecken), fühlten wir uns mit Philipp als Fahrer sicher und wagten das Unterfangen – mit Erfolg!
Oben angekommen nahmen wir den Weg zu den Champagne Pools der, kluger Weise, aus dunkelbraun gestrichenen Holzplanken bestand und somit jedem, der das Schild „Schuhwerk wird empfohlen“ getrost ignoriert hatte, eine Menge Spaß bereitete.
Die Champagne Pools bieten die einzige Möglichkeit für Fraser Island Besucher im Salzwasser schwimmen zu gehen, denn es handelt sich hierbei um ein kleines, durch Felsen vom offenen Meer abgeschirmtes, natürliches Schwimmbecken. Dieses wird von überschwappendem Meereswasser genährt und somit gibt es keinen direkten Zugang für größere Fische (sprich: Haie ;) ) um in das Becken zu gelangen. Das Aufschäumen des Wassers, wenn es über die Felsen tritt ist es, dass der Bucht den Namen „Champagne Pool“ (= Champagner Pool) verleiht.
Wir betraten den kleinen – ok, klein hört sich eigentlich immer noch zu groß an... mehr klitzekleinen vielleicht? - Strandabschnitt, der sich vor dem Pool befand und wieder ein mal war dieser übersät mit Sonnenanbetern, die ihre Haut offensichtlich nicht leiden konnten. Wir sprangen erst einmal allesamt ins Wasser, denn die Mittagshitze hatte mittlerweile eingesetzt – wir hatten es etwa um 12 Uhr – und somit war Weg zum Pool mit einer Sauna vergleichbar gewesen. Nachdem wir uns also etwas abgekühlt hatten, beschloss der Großteil unserer Gruppe sich den Hautkrebsfanatikern anzuschließen und sich in der Sonne grillen zu lassen, während Philipp und ich uns ein schattiges Plätzchen unter einer Felswand suchten. Ich war immer noch ganz schön müde, denn ich hatte zwar einige Stunden Schlaf bekommen, doch war dieser qualitativ nicht so sonderlich hoch anzusiedeln gewesen. Ich suchte mir also eine schattige Felseinhöhlung und legte mich für ein Nickerchen nieder.
- UNVOLLSTÄNDIG!! -
Da unser Geschirr sich mit dem von Beaches gestellten Spülmittel (das Mischverhältnis von Spüli zu Wasser war hierbei wohl 1:100) keineswegs hatte säubern lassen und nun immer noch vom BBQ-Fett triefte, verzichteten wir auf dessen Gebrauch und griffen auf unsere Hände als Teller für unser Frühstücks-Toast zurück. Glücklicher Weise hatte ich ganz in Camper-Manier mein Tracking Besteck nicht vergessen, dass Andi, Matze und Jessi mir vor meiner Abreise aus Deutschland ebenso glücklicher Weise geschenkt hatten, und so konnte ich mit einem sauberen Löffel und meinem sauberen Becher bewaffnet, sogar ein bisschen Müsli genießen.
Danach hieß es dann unser Hab und Gut wieder im Jeep verstauen (schließlich sollten wir erst am Abend ins Camp zurück kehren und wollten nicht, dass uns etwas aus den Zelten gestohlen wird) und ab in das nächste Abenteuer. Die Autobahn – in unserem Falle also den Strand – hinauf, ging es zum Indian Head, einer Kliffformation auf einer Landzunge Fraser Islands, die Cook 1770 wohl an einen Aborigine erinnerte (der Begriff „Indians“ wurde zu jener Zeit für die Urbewohner vieler Länder gleichermaßen verwendet).
Da Anna sich vor geraumer Zeit eine Fußverletzung zugezogen hatte und immer noch mit einem geschwollenem Gelenk zu kämpfen hatte, kostete uns der Anstieg weitaus mehr Zeit, als die anderen Gruppen, mussten wir doch einen Weg für sie finden, der nicht zu steil für sie war. Mit vereinten Kräften schafften wir es schließlich auf den Berg hinauf und wurden mit einer phänomenalen Aussicht belohnt. Das Wasser, das schon am Strand so einladend ausgesehen hatte, stellte sich auch von oben betrachtet als glasklar heraus, sodass der Meeresboden ohne Probleme und größere Anstrengungen beobachtet werden konnte.
Ein Schild verbot zwar das Betreten des hervorragenden Felsspitze, doch wie schon mit den Dingos, schien man es hier mit den Regeln und Verboten nicht zu genau zu nehmen. Während sich die Mitglieder unserer Gruppe dabei aber wenigstens noch sehr vorsichtig fortbewegten und immer darauf bedacht waren, nicht zu nah an den Abgrund heran zu treten, sah es bei anderen Besuchern des Indian Heads schon ganz anders aus. Manch einer kletterte die Felswand sogar todesmutig ein wenig hinunter, nur um ein „perfektes“ Foto zu erhaschen; andere wiederum hatten den Alkoholkonsum wohl schon am frühen morgen begonnen und torkelten auf dem dünnen Felsstück herum. Wahnsinnige!!
Vorsichtig auf einem der Felsen sitzend betrachteten wir den Grund des Meeres von dort oben und wurden nach kurzem Warten saftig belohnt: Neben einem Delfin, der sogar ein paar Sprünge für uns vollführte, tauchte auch noch eine Riesenschildkröte an die Wasseroberfläche auf und ermöglichte uns damit einen detailreichen Blick auf sie. Auch die für die Fraser Island Küste so berüchtigten Haie ließen sich dort beobachten, wobei es sich bei jenen doch deutlich um Riffhaie - und damit wirklich kleine Haie - handelte. Schon fast auf dem Rückweg, den Berg wieder hinunter kam plötzlich Gemurmel und Aufregung auf: 2 große Haie waren entdeckt worden und die mussten natürlich von allen erst einmal bestaunt werden. Das war schon ein Erlebnis, so einen „echten großen“ Hai vor der Küste im Wasser zu sehen. Unser Entschluss wurde bekräftigt: Nein, wir gehen nicht im Meer schwimmen.
Es wäre sicherlich auch faszinierend gewesen Fraser Island ein wenig früher zu besuchen, denn von Juli bis November ist Wal-Saison. Es muss atemberaubend sein, diese Giganten in klarem Wasser an der Küste vorbei schwimmen zu sehen. Naja, vielleicht ein anderes Mal ;)
Hinunter ging es nun wieder den gerade erklommenen Berg und zurück ins Auto, denn trotzdem uns Beaches untersagt hatte, den Weg zu den Champagne Pools mit dem Jeep hinauf zu fahren (zu viele Jeeps blieben auf der Auffahrt stecken), fühlten wir uns mit Philipp als Fahrer sicher und wagten das Unterfangen – mit Erfolg!
Oben angekommen nahmen wir den Weg zu den Champagne Pools der, kluger Weise, aus dunkelbraun gestrichenen Holzplanken bestand und somit jedem, der das Schild „Schuhwerk wird empfohlen“ getrost ignoriert hatte, eine Menge Spaß bereitete.
Die Champagne Pools bieten die einzige Möglichkeit für Fraser Island Besucher im Salzwasser schwimmen zu gehen, denn es handelt sich hierbei um ein kleines, durch Felsen vom offenen Meer abgeschirmtes, natürliches Schwimmbecken. Dieses wird von überschwappendem Meereswasser genährt und somit gibt es keinen direkten Zugang für größere Fische (sprich: Haie ;) ) um in das Becken zu gelangen. Das Aufschäumen des Wassers, wenn es über die Felsen tritt ist es, dass der Bucht den Namen „Champagne Pool“ (= Champagner Pool) verleiht.
Wir betraten den kleinen – ok, klein hört sich eigentlich immer noch zu groß an... mehr klitzekleinen vielleicht? - Strandabschnitt, der sich vor dem Pool befand und wieder ein mal war dieser übersät mit Sonnenanbetern, die ihre Haut offensichtlich nicht leiden konnten. Wir sprangen erst einmal allesamt ins Wasser, denn die Mittagshitze hatte mittlerweile eingesetzt – wir hatten es etwa um 12 Uhr – und somit war Weg zum Pool mit einer Sauna vergleichbar gewesen. Nachdem wir uns also etwas abgekühlt hatten, beschloss der Großteil unserer Gruppe sich den Hautkrebsfanatikern anzuschließen und sich in der Sonne grillen zu lassen, während Philipp und ich uns ein schattiges Plätzchen unter einer Felswand suchten. Ich war immer noch ganz schön müde, denn ich hatte zwar einige Stunden Schlaf bekommen, doch war dieser qualitativ nicht so sonderlich hoch anzusiedeln gewesen. Ich suchte mir also eine schattige Felseinhöhlung und legte mich für ein Nickerchen nieder.
- UNVOLLSTÄNDIG!! -
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