Nach 3 ½ Stunden Schlaf hieß es sich schon wieder aus meinem erst so kurz genutztem Einzelbett aufraffen und sich für meinen Flug von Sydney nach Brisbane fertig machen. Um 4:45 Uhr holte mich mein Taxi am Hostel ab und im Halbschlaf, wie ich noch war, hatte ich keine Lust mich mit der Schweinebacke (entschuldigt meine Wortwahl!) von einem Taxifahrer rumzustreiten, der absichtlich den längeren Weg zum Domestic Airport nahm. Na dann bekommst er eben kein Trinkgeld, dachte ich mir nur.
Dort angekommen ging es erst einmal durch die Sicherheitskontrolle. Ohne weitere Zwischenfälle durchquerte ich den Handgepäck-Scan, nur um danach von einem netten Beamten angehalten zu werden, der Passagiere und deren Handgepäck Stichprobenartig auf Rückstände von Sprengstoffen überprüfte. Natürlich fand dieser nichts, schließlich bin ich ja ein netter und ehrlicher Flugzeug-Passagier ;) Ich holte mir also erst einmal etwas zum Frühstück und setzte mich für ein paar Minuten hin um mein Sandwich zu verzehren. Kaum hatte ich meinen Rucksack vom Rücken genommen, fiel mir auf: Ach du liebe Güte! Ich hatte ja meine volle Wasserflasche noch im Gepäck! Und noch viel schlimmer: Keiner, weder die Leute vom Sicherheits-Scan, noch der Sprengstoff-Beamte, hat sich daran gestört! Da stellen sie schon Leute zur Sprengstoff-Kontrolle auf, aber wenn jemand mit einer halben Liter Flasche voller unidentifizierter Flüssigkeit anmarschiert, dann ist das egal. Oh jeh oh jeh! Soviel also zur Sicherheit auf Flügen! ;)
Es dauerte nicht lange, bis ich mich an Board des Flugzeuges begeben konnte und wir uns auf in Richtung Brisbane machten. Defakto kostete mich der Flug 1 ½ Stunden, doch da Queensland sich als einziger Staat Australiens hartnäckig weigert die Sommer- / Winterzeit anzunehmen, kam ich nach 1 stündiger Zeitverschiebung nur eine halbe Stunde später in Brisbane an ;) 6:30 Uhr... Noch viel zu früh um auf den Beinen zu sein!
Auch hier durfte ich wieder saftig in den Geldbeutel greifen, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu gelangen, aber etwas anderes blieb mir ja auch gar nicht übrig! Von der Roma Street Station aus begab ich mich also auf meinen Marsch zum Hostel, dass ich zum Glück leicht fand. Dort konnte ich natürlich noch nicht einchecken, denn genau an diesem Wochenende hatte in Brisbane das ACDC Konzert stattgefunden und so waren alle Betten bis 10 Uhr Check-out Zeit belegt. Ich ließ mich also auf dem Sofa im Wohnzimmer nieder und nutzte die Zeit zum Bloggen. Schnell hatte sich jemand zu mir gesellt und ein Gespräch mit mir angefangen. Der Brite schien echt sympathisch zu sein und ich dachte mir: Ist ja super, da kenne ich ja schon mal eine nette Person im Hostel. Keine halbe Stunde später jedoch musste ich feststellen, dass eben jener nette Brite und seine Freunde offensichtlich einmal zu viel, zu lange und zu laut gefeiert hatten und aufgefordert wurden das Hostel zu verlassen. Um dieser Aufforderung Nachdruck zu verleihen, tauchten gleich 6 Polizisten (für 3 Gäste?!) auf, die das Geschehen überwachten und notfalls natürlich auch eingeschritten wären. Na bei dem Auftritt vermittelte das Hostel natürlich gleich einen super Eindruck auf mich ;)
Zum Glück handelte es sich bei diesem Zwischenfall um eine Ausnahme und in den drei Tagen, in denen ich mich im Hostel aufhielt, stellte sich der Rest der Hostel-Besatzung auch als wirklich freundlich und aufgeschlossen heraus, sodass sofort eine super familiäre Atmosphäre herrschte. Schwein gehabt, denn ich verließ das Hostel während meines Aufenthaltes wirklich nur selten - es regnete so ziemlich die kompletten 3 Tage aus Strömen. Wenigstens hatte ich also gute Gesellschaft, während ich mich vor den Wassermassen versteckte, die nach meiner Abreise übrigens zur Überflutung von großen Teilen Brisbanes führten.
Ich ließ es mir aber natürlich nicht nehmen, die alte Tradition wieder aufzunehmen, die Sarah und ich kurz vor Weihnachten praktiziert hatten: An einem Sonntag Abend gehört man eben ins Normanby. In meiner Zimmernachbarin Franzi (19) aus München, fand sich auch gleich eine nette Begleitung und so stapften wir – mit meinem Regenschirm bewaffnet – in die stürmische Regennacht hinaus. Leider erfüllte sich meine Hoffnung nicht, jene nette Gruppe von Jungs wieder zu treffen, die ich durch Sarah kurz vor Weihnachten kennengelernt hatte – vermutlich hatte sie der Regen abgeschreckt, denn große Teile des Normanbys befinden sich unter freiem Himmel. Dafür machte ich eine ganz andere Entdeckung. Gerade als sich der Abend dem Ende zu nähern schien fiel mir eine Gestalt auf, die mir doch verdächtig bekannt vorkam. „Warte mal Franzi“, sagte ich, „ich glaub den Kerl da drüben kenn' ich. Ich geh mal kurz rüber“ Gesagt getan stand ich also vor besagter Person und fragte etwas verlegen: „Entschuldige? Das mag jetzt vielleicht etwas komisch klingen, aber könnte es sein, dass du ein Schiffskapitän bist?“ „Ich wusste doch, dass du mir irgend woher bekannt vorkommst!“, kam nur zurück und damit war bestätigt was ich vermutet hatte: Ich war doch tatsächlich in Steve rein gerannt, den Schiffskapitän der Emperor Wings, mit der ich von Airlie Beach aus für 3 Tage zum Tauchen hinaus ans Great Barrier Reef gefahren war. Das man in diesem riesig großen Land aber auch immer wieder Leute trifft, die man an einer ganz anderen Stelle kennen gelernt hat. Versteht sich von selbst, das wir einander erst einmal ausführlich auf den neusten Stand der Dinge brachten ;)
Am folgenden Mittag dann hieß es den nächsten alten Bekannten wieder treffen, denn Ron, der mich in Mackay für einen Monat beherbergt hatte, war mittlerweile nach Brisbane gezogen. Wir nutzten die Zeit seiner Mittagspause also dazu uns bei einem leckeren Sandwich über die neusten Neuigkeiten auszutauschen und hatten sogar mit dem Wetter Glück: für etwa eine Stunde hatte es aufgehört zu Regnen.
Ron, der mittlerweile Vater geworden war, berichtete ganz stolz von seiner kleinen Sasha und natürlich wollte er auch von mir wissen, was ich in den letzten Monaten getrieben hatte. Einen Kommentar über mein unfreiwilliges Piratenoutfit (meine Kinn-Narbe) konnte er sich natürlich auch nicht verkneifen ;) Ich seh's schon kommen, die Geschichte von Franzi und dem rutschigen Küchenboden wird mich nun mein ganzes Leben lang begleiten.
Es dauerte nicht lange, bis ich mich an Board des Flugzeuges begeben konnte und wir uns auf in Richtung Brisbane machten. Defakto kostete mich der Flug 1 ½ Stunden, doch da Queensland sich als einziger Staat Australiens hartnäckig weigert die Sommer- / Winterzeit anzunehmen, kam ich nach 1 stündiger Zeitverschiebung nur eine halbe Stunde später in Brisbane an ;) 6:30 Uhr... Noch viel zu früh um auf den Beinen zu sein!
Auch hier durfte ich wieder saftig in den Geldbeutel greifen, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu gelangen, aber etwas anderes blieb mir ja auch gar nicht übrig! Von der Roma Street Station aus begab ich mich also auf meinen Marsch zum Hostel, dass ich zum Glück leicht fand. Dort konnte ich natürlich noch nicht einchecken, denn genau an diesem Wochenende hatte in Brisbane das ACDC Konzert stattgefunden und so waren alle Betten bis 10 Uhr Check-out Zeit belegt. Ich ließ mich also auf dem Sofa im Wohnzimmer nieder und nutzte die Zeit zum Bloggen. Schnell hatte sich jemand zu mir gesellt und ein Gespräch mit mir angefangen. Der Brite schien echt sympathisch zu sein und ich dachte mir: Ist ja super, da kenne ich ja schon mal eine nette Person im Hostel. Keine halbe Stunde später jedoch musste ich feststellen, dass eben jener nette Brite und seine Freunde offensichtlich einmal zu viel, zu lange und zu laut gefeiert hatten und aufgefordert wurden das Hostel zu verlassen. Um dieser Aufforderung Nachdruck zu verleihen, tauchten gleich 6 Polizisten (für 3 Gäste?!) auf, die das Geschehen überwachten und notfalls natürlich auch eingeschritten wären. Na bei dem Auftritt vermittelte das Hostel natürlich gleich einen super Eindruck auf mich ;)
Zum Glück handelte es sich bei diesem Zwischenfall um eine Ausnahme und in den drei Tagen, in denen ich mich im Hostel aufhielt, stellte sich der Rest der Hostel-Besatzung auch als wirklich freundlich und aufgeschlossen heraus, sodass sofort eine super familiäre Atmosphäre herrschte. Schwein gehabt, denn ich verließ das Hostel während meines Aufenthaltes wirklich nur selten - es regnete so ziemlich die kompletten 3 Tage aus Strömen. Wenigstens hatte ich also gute Gesellschaft, während ich mich vor den Wassermassen versteckte, die nach meiner Abreise übrigens zur Überflutung von großen Teilen Brisbanes führten.
Ich ließ es mir aber natürlich nicht nehmen, die alte Tradition wieder aufzunehmen, die Sarah und ich kurz vor Weihnachten praktiziert hatten: An einem Sonntag Abend gehört man eben ins Normanby. In meiner Zimmernachbarin Franzi (19) aus München, fand sich auch gleich eine nette Begleitung und so stapften wir – mit meinem Regenschirm bewaffnet – in die stürmische Regennacht hinaus. Leider erfüllte sich meine Hoffnung nicht, jene nette Gruppe von Jungs wieder zu treffen, die ich durch Sarah kurz vor Weihnachten kennengelernt hatte – vermutlich hatte sie der Regen abgeschreckt, denn große Teile des Normanbys befinden sich unter freiem Himmel. Dafür machte ich eine ganz andere Entdeckung. Gerade als sich der Abend dem Ende zu nähern schien fiel mir eine Gestalt auf, die mir doch verdächtig bekannt vorkam. „Warte mal Franzi“, sagte ich, „ich glaub den Kerl da drüben kenn' ich. Ich geh mal kurz rüber“ Gesagt getan stand ich also vor besagter Person und fragte etwas verlegen: „Entschuldige? Das mag jetzt vielleicht etwas komisch klingen, aber könnte es sein, dass du ein Schiffskapitän bist?“ „Ich wusste doch, dass du mir irgend woher bekannt vorkommst!“, kam nur zurück und damit war bestätigt was ich vermutet hatte: Ich war doch tatsächlich in Steve rein gerannt, den Schiffskapitän der Emperor Wings, mit der ich von Airlie Beach aus für 3 Tage zum Tauchen hinaus ans Great Barrier Reef gefahren war. Das man in diesem riesig großen Land aber auch immer wieder Leute trifft, die man an einer ganz anderen Stelle kennen gelernt hat. Versteht sich von selbst, das wir einander erst einmal ausführlich auf den neusten Stand der Dinge brachten ;)
Ron, der mittlerweile Vater geworden war, berichtete ganz stolz von seiner kleinen Sasha und natürlich wollte er auch von mir wissen, was ich in den letzten Monaten getrieben hatte. Einen Kommentar über mein unfreiwilliges Piratenoutfit (meine Kinn-Narbe) konnte er sich natürlich auch nicht verkneifen ;) Ich seh's schon kommen, die Geschichte von Franzi und dem rutschigen Küchenboden wird mich nun mein ganzes Leben lang begleiten.
Dienstag stellte sich als „Tag der Veränderung“ für die Betts-Familie heraus, denn während meine ehemalige Austauschpartnerin Sarah sich am Morgen für eine größere Oberweite auf den Tisch legte (die OP verlief Gott sei Dank ohne Komplikationen) und somit die von ihr (ganz in Geheimagenten Manier) auf „die Zwillinge“ getauften Brüste erhielt, bekam ihre Schwester Ashlee wenige Stunden später ihr schon sehnsüchtig erwartetes Baby – der eigentliche Grund dafür, dass ich in Brisbane noch für einige Tage Zwischenstopp gemacht hatte. Nachdem sich jedoch herausstellte, dass Ashlee noch einige Schwierigkeiten mit dem Füttern des kleinen Max hatte, entschied ich mich jedoch dafür ihr ihre wohl verdiente Ruhe zu gönnen und nicht auf einen Besuch zu pochen. Ich sehe den Kleinen ja bestimmt im Juni, wenn ich mit Mama und Papa zurück nach Brisbane komme :) Ein kurzer abendlicher Besuch bei Betts Zuhause brachte mir – dank Tamra, der frisch gebackenen Großmutter - also alle Informationen über die Geburt ein, ohne Ashlee zusätzlich zu belasten und das sollte mir genügen. Sarah ging es übrigens auch erstaunlich gut, obwohl sie in den nächsten Wochen wohl noch durch den Garten ins Haus gelangen wird müssen, denn die große hölzerne Fronttür ist zu schwer für sie, um sie ohne Schmerzen auf stämmen zu können. Auch wenn ich das kleine Teufelchen schon auf meiner Schulter sitzen sehe: Ein bisschen hat mich das ja schon amüsiert ;)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen