Ich schrieb Mark also eine Nachricht, ob wir das Treffen irgendwie verschieben könnten, oder ob es möglich wäre etwas früher etwas trinken zu gehen, sodass ich später zu den anderen Hinzustoßen könnte. Klar, kam zurück und wir waren um halb 7 Uhr verabredet :) Ich brachte also meine Sachen ins Beaches, wo Olga ja glücklicher Weise immer noch ein Zimmer hatte und während meines Bootstrips meinen Koffer beherbergt hatte. Nach kurzem Austausch über meinen und ihren Trip ging ich hinunter zur Lagoone, um den Tag mit meinen Boot-Buddies zu verbringen. Es tat wirklich gut mal eine ganze Weile am Stück englisch zu reden.
Als diese sich dann am Abend mit dem Rest der Gruppe trafen um etwas essen zu gehen, hieß es für mich: Hübsch machen und auf Mark warten. Und warten musste ich natürlich - wie immer - wirklich auf Mark :P In meinem neuen Kleidchen stand ich also an der Ecke unseres Hostels und wartete darauf, dass mein Bus-Soulmate mit abholen würde. Schließlich fuhr ein dunkelgrüner BMW vor - einer von der Sorte, den Mark mir angekündigt hatte. Doch als ich durch das Fenster ins Autoinnere auf den Fahrersitz schaute, saß da kein Mark, sondern ein Kerl, den ich noch nie gesehen hatte. Mit zusammengekniffenen Augen durchforstete ich also das Wageninnere, bis der Groschen fiel: Vielleicht sollte ich nicht auf UNSERE Fahrerseite starren, sondern auf den rechten Sitz, die Fahrerseite der Australier nämlich. Erleichtert Mark zu sehen sprang ich ins Auto und machte die Bekanntschaft von Lee.
Bevor wir nun aber etwas trinken gingen, musste Mark erst noch einmal in eines seiner Ferienapartments um eine Türklinke zu reparieren. Lee und ich nutzten die Gelegenheit um uns das Apartment mal anzusehen. Als ich nun also hinter Mark das Apartment betrat, staunte ich nicht schlecht - Es war wirklich wunderschön! Ich jedoch, bot scheinbar auch Grund zum staunen, denn die 5 Jungs, die das Apartment über das Wochenende bezogen hatten, starrten mich alle hypnotisiert an. Haha, da war ich dann doch ganz froh, in der Begleitung zweier Männer zu sein. Nachdem die Türklinke nun wieder so funktionierte, wie sie sollte, hatte Mark noch eine Überraschung für Lee und mich.
Wie er es mir versprochen hatte, nahm er uns mit hinauf zu jenem Resort, in welchem er ein Ferienapartment besitzt, sodass wir - mit den Beinen im Pool baumelnd - die Aussicht über das von Laternen beleuchtete Airlie Beach bei Nacht genießen konnten.


Nachdem ich nun also die gänzliche Pracht Airlie Beaches aus der Ferne zu Gesicht bekommen hatte, hieß es sein Nachtleben aus der Nähe kennenzulernen. Vom Hafenpub "Barracuda" ging es, einen Sekt später, also weiter in die Cocktailbar "Waterfront" - begleitet von Marks Aussage: "Du bist Backpacker, ich bezahle für dich". Na ja, was soll man da schon sagen? Man widerspricht älteren Menschen ja nicht so gerne ;) Nicht wahr?
Dabei wurde schnell klar, wie klein und familiär Airlie Beach doch eigentlich ist - alle 3 Minuten fand man Mark in ein Gespräch mit einer anderen Person vertieft, die er mir freudestrahlend mit Name und Beruf vorzustellen wusste. Es scheint, als bestünde diese - zugegebener Maßen auch von ihren geographischen Ausmaßen - kleine Stadt nur aus ein paar Hand voll beständigen Einwohnern. Der Rest, sind Reisende, die jedoch meist nur einen Tag anreisen, einige Tage auf ein Boot verschwinden, nach dem Boottrip eine Nacht ausruhen und am folgenden Tag abreisen. Hier also Leute kennenzulernen, die wie ich Backpacker sind, und mit denen man einige Zeit in Airlie verbringen könnte, scheint also relativ unwahrscheinlich.
Aber nun zurück zu unserem Abend: Die "Waterfront Bar" ist die erste Bar hier in Australien, die mir wirklich, wirklich gut gefällt. An sie, könnte ich mich wirklich glatt gewöhnen. Alles sehr schick und modern gehalten - alles weiß und ein bisschen minimalistisch - und durch die richtige Beleuchtung mit toller Atmosphäre ausgestattet. Hach, und die Cocktails erst... ok, ich hör ja schon auf zu Schwärmen ;)
Bei leckeren Cocktails und einem eben so leckeren Burger, schien die Zeit mit Mark und Lee schier zu verfliegen, sodass ich gegen 10 Uhr nicht nur eine Sms von meinem Lieblings-Bootsbuddy Ted bekam, wo ich denn bleiben würde, sondern auch eine etwas besorgte Sms von Olga, ob es mir gut ginge. Zeit, die Bar zu wechseln also ;)
Im Beaches angekommen, fand ich also meine ganzen Bootsbuddies vor, die natürlich schon fröhlich am Feiern waren. Auch Olga hatte sich mit in den Barbereich begeben und saß mit Lisa, einem deutschen Mädchen, das sich mit auf unserem Zimmer befand und deren Bootsgruppe (auch sie war an diesem Tag von ihrem Bootstrip zurückgekehrt) zusammen. Nachdem die Musik im Beaches leider schon um 12 Uhr endete - befand man sich im Zimmer und wollte schlafen schwankte dieses "leider" schnell in ein "Zum Glück" um - und der Großteil der Anderen in die restlichen Clubs und Pubs Airlie Beach's weiter zogen, war ich nicht mehr wirklich in der Stimmung für eine lange Tanznacht. Also zog ich es vor Teds Angebot anzunehmen, bei den Jungs im Apartment (auf einer nicht von tausenden Menschen völlig durchgelegenen Matratze!) zu Übernachten.
Hinauf hieß es also - jenen Berg, den ich noch vor einigen Stunden bequem in Marks BMW hinauf chauffiert worden war und der zu Fuß doch eine größere Hürde darstellte, als ich es geglaubt hätte. Oben angekommen lohnte sich der Aufwand jedoch auf jeden Fall. Das Apartment war wirklich wunderschön und Luxus, den ich selbst Zuhause so nicht gewohnt bin: 2 Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, 3 Bäder, Küche, Balkon mit Blick über Airlie Beach - besser konnte es wirklich nicht sein! Einen Platz zu finden, an dem ich Schlafen konnte, stellte bei 6 Betten (auf 3 Jungs) also keinen allzu großen Aufwand dar ;)
Am nächsten Morgen hieß es schon früh Abschied nehmen, denn ich musste bis spätestens 10 Uhr meine Buchung verlängert, oder aber ausgecheckt haben und die Jungs reisten wenig später an diesem Tag nach Mission Beach ab, um dort einen Skydive zu machen. Zurück im Hostel angekommen, beriet ich mich also mit Olga über die weitere Zeit, die wir in Airlie Beach verbringen wollten. Entgegen meinem Befinden, noch länger in Airlie Beach bleiben zu wollen und sich hier sogar auf die Suche nach einem Job zu begeben, wollte Olga bereits am nächsten Tag abreisen. Da ihre Entscheidung fest stand blieb nichts anderes für mich übrig, als mich von ihr zu trennen.
Lisa jedoch, hatte den selben Plan wie ich und so schlug ich ihr vor, uns am nächsten Morgen mit Mark zu treffen um sich das Apartment anzusehen, was er mir - und eigentlich Olga - für 30 Dollar die Nacht angeboten hatte.
Den Abend verbrachten Lisa, Olga, Nadja (eine weitere Deutsche, die wir bereits in Mission Beach kennengelernt hatten und die nun mit Olga weiter reisen wollte) und ich jedoch noch gemeinsam bei ein paar Drinks in der Bar unseres Hostels.
Kaum hingesetzt lernten wir eine Gruppe von Australiern kennen, die zum Feiern nach Airlie Beach gekommen waren. Einige Drinks und Gespräche später tauschten Ron und ich Nummern aus, für den Fall, dass ich nach Mackay (die nächst größere Stadt Richtung Süden) käme. "Meld dich, wenn du da bist, ich führ dich rum und wir gehen Feiern!" hieß es sofort.
Am nächsten Morgen stand nun aber erst einmal die Besichtigung von Marks Apartment an: Das Ein-Zimmer-Apartment befand sich direkt unter jenem Apartment, dass ich 2 Tage zuvor mit Mark und Lee "besucht" hatte und stellte für uns mit seinem eigenen (sauberen!) Bad und einer eigenen (sauberen!) Küche, sowie einem großen (bequemen!) King-Size-Bett einen Luxus dar, den wir in Hostels vergeblich suchen würden. Schnell stand also fest: Wir ziehen ein!


Kaum eingezogen und gerade dabei, unsere erste, im eigenen "Heim" zubereitete Mahlzeit - ein leckerer Salat - zu uns zu nehmen, sah ich auch meine Freunde von Freitag wieder. Diesmal den Blick etwas mehr unter Kontrolle habend, lud Daniel uns gleich ein, am Abend zum Barbeque hinauf zu kommen. Kostenloses Essen mit netter Unterhaltung? Da sagt ein Backpacker keinesfalls nein :)


Wenig später saßen wir also mit den 5 Jungs aus Sydney beim BBQ zusammen und hatten eine echt gute Zeit. Wir hatten mit den Jungs als Gastgebern, die alle zwischen Mitte bis Ende 20 waren, einen echten Glücksfang gemacht, denn während Daniel als ehemaliger Barkeeper Cocktail über Cocktail zauberte, stand Frank als begnadeter Hobbykoch hinterm Grill und verriet uns so manches kleines Geheimnis. So festlich, hatten wir schon lange kein Essen mehr gegessen: Neben Würstchen und Steak gab es Salate, Brokkoli, eine Kartoffelpfanne und und und. Wir waren begeistert!
Als Gegenzug oblag es nun uns, ihnen ein neues Trinkspiel beizubringen. Kein Problem, da kennen wir doch gleich zwei! Als erstes galt es ihnen Mäxchen beizubringen. Trotzdem sie versuchten zu bescheißen und immer wieder die Plätze zu unserer Rechten und Linken wechselten (in der Hoffnung, sie könnten dadurch hervorrufen, dass wir Mädels mehr trinken und sie weniger) waren es am Ende meist die Jungs, die einen Schluck ihres Getränkes nehmen mussten. Und auch bei unserem zweiten Spiel, das sehr viel mit Konzentration zutun hat, verloren die Jungs deutlich. Leicht beduselt schwankten die Jungs also mit uns (fast nüchternen ;) ) Mädels in Richtung Innenstadt um im "Evolutions" noch ein bisschen zu feiern.
Alles in allem war der Abend wirklich klasse. Die Jungs sind super lustig und freundlich und wir wurden schon eingeladen zu Silvester, wenn sowohl Lisa als auch ich in Sydney zu sein gedenken, mal vorbei zu schauen. Auch hier gab es wieder das Angebot einige Tage in ihrem Apartment umsonst unterzukommen. Diese Großzügigkeit, etwas zu geben, ohne Hintergedanken dabei zu haben, fasziniert mich hier wirklich. Was sich für unsere misstrauischen deutschen Ohren immer gleich nach Bedrohung anhört, entwickelt sich hier für mich langsam zum Alltag und zwar im überaus positiven Sinne. Natürlich kann man, besonders als Mädchen, auch im fernen Australien nicht jedem blind vertrauen, doch die Hilfsbereitschaft, die man hier zu spüren bekommt, ist doch eine ganz andere und mit der Zeit lernt man zwischen "seriösen" und "unseriösen" Angeboten zu unterscheiden.
Was man uns beim Reisebineworkshop über die Unbeliebtheit der Backpacker erzählt hat, kann ich definitiv nicht bestätigen. Überall, wo ich bisher hin gegangen bin, hat man mich it offenen Armen empfangen - sogar mehr noch! Die Australier, die sehr wohl um die finanzielle Lage eines Backpackers wissen, tendieren sogar zu großer Großzügigkeit. Dabei versteht es sich lediglich von selbst, dass ihnen diese Großzügigkeit ebenfalls entgegen gebracht wird, wenn sie in die Nähe deines Wohnortes kommen. Aber großzügig ist man nach dem, was man hier alles durch Ansässige ermöglicht bekommt, gegenüber diesen Personen sehr gerne. Ich wünschte mir, in Deutschland wäre das auch möglich.
Als diese sich dann am Abend mit dem Rest der Gruppe trafen um etwas essen zu gehen, hieß es für mich: Hübsch machen und auf Mark warten. Und warten musste ich natürlich - wie immer - wirklich auf Mark :P In meinem neuen Kleidchen stand ich also an der Ecke unseres Hostels und wartete darauf, dass mein Bus-Soulmate mit abholen würde. Schließlich fuhr ein dunkelgrüner BMW vor - einer von der Sorte, den Mark mir angekündigt hatte. Doch als ich durch das Fenster ins Autoinnere auf den Fahrersitz schaute, saß da kein Mark, sondern ein Kerl, den ich noch nie gesehen hatte. Mit zusammengekniffenen Augen durchforstete ich also das Wageninnere, bis der Groschen fiel: Vielleicht sollte ich nicht auf UNSERE Fahrerseite starren, sondern auf den rechten Sitz, die Fahrerseite der Australier nämlich. Erleichtert Mark zu sehen sprang ich ins Auto und machte die Bekanntschaft von Lee.
Bevor wir nun aber etwas trinken gingen, musste Mark erst noch einmal in eines seiner Ferienapartments um eine Türklinke zu reparieren. Lee und ich nutzten die Gelegenheit um uns das Apartment mal anzusehen. Als ich nun also hinter Mark das Apartment betrat, staunte ich nicht schlecht - Es war wirklich wunderschön! Ich jedoch, bot scheinbar auch Grund zum staunen, denn die 5 Jungs, die das Apartment über das Wochenende bezogen hatten, starrten mich alle hypnotisiert an. Haha, da war ich dann doch ganz froh, in der Begleitung zweier Männer zu sein. Nachdem die Türklinke nun wieder so funktionierte, wie sie sollte, hatte Mark noch eine Überraschung für Lee und mich.
Wie er es mir versprochen hatte, nahm er uns mit hinauf zu jenem Resort, in welchem er ein Ferienapartment besitzt, sodass wir - mit den Beinen im Pool baumelnd - die Aussicht über das von Laternen beleuchtete Airlie Beach bei Nacht genießen konnten.
Nachdem ich nun also die gänzliche Pracht Airlie Beaches aus der Ferne zu Gesicht bekommen hatte, hieß es sein Nachtleben aus der Nähe kennenzulernen. Vom Hafenpub "Barracuda" ging es, einen Sekt später, also weiter in die Cocktailbar "Waterfront" - begleitet von Marks Aussage: "Du bist Backpacker, ich bezahle für dich". Na ja, was soll man da schon sagen? Man widerspricht älteren Menschen ja nicht so gerne ;) Nicht wahr?
Dabei wurde schnell klar, wie klein und familiär Airlie Beach doch eigentlich ist - alle 3 Minuten fand man Mark in ein Gespräch mit einer anderen Person vertieft, die er mir freudestrahlend mit Name und Beruf vorzustellen wusste. Es scheint, als bestünde diese - zugegebener Maßen auch von ihren geographischen Ausmaßen - kleine Stadt nur aus ein paar Hand voll beständigen Einwohnern. Der Rest, sind Reisende, die jedoch meist nur einen Tag anreisen, einige Tage auf ein Boot verschwinden, nach dem Boottrip eine Nacht ausruhen und am folgenden Tag abreisen. Hier also Leute kennenzulernen, die wie ich Backpacker sind, und mit denen man einige Zeit in Airlie verbringen könnte, scheint also relativ unwahrscheinlich.
Aber nun zurück zu unserem Abend: Die "Waterfront Bar" ist die erste Bar hier in Australien, die mir wirklich, wirklich gut gefällt. An sie, könnte ich mich wirklich glatt gewöhnen. Alles sehr schick und modern gehalten - alles weiß und ein bisschen minimalistisch - und durch die richtige Beleuchtung mit toller Atmosphäre ausgestattet. Hach, und die Cocktails erst... ok, ich hör ja schon auf zu Schwärmen ;)
Bei leckeren Cocktails und einem eben so leckeren Burger, schien die Zeit mit Mark und Lee schier zu verfliegen, sodass ich gegen 10 Uhr nicht nur eine Sms von meinem Lieblings-Bootsbuddy Ted bekam, wo ich denn bleiben würde, sondern auch eine etwas besorgte Sms von Olga, ob es mir gut ginge. Zeit, die Bar zu wechseln also ;)
Im Beaches angekommen, fand ich also meine ganzen Bootsbuddies vor, die natürlich schon fröhlich am Feiern waren. Auch Olga hatte sich mit in den Barbereich begeben und saß mit Lisa, einem deutschen Mädchen, das sich mit auf unserem Zimmer befand und deren Bootsgruppe (auch sie war an diesem Tag von ihrem Bootstrip zurückgekehrt) zusammen. Nachdem die Musik im Beaches leider schon um 12 Uhr endete - befand man sich im Zimmer und wollte schlafen schwankte dieses "leider" schnell in ein "Zum Glück" um - und der Großteil der Anderen in die restlichen Clubs und Pubs Airlie Beach's weiter zogen, war ich nicht mehr wirklich in der Stimmung für eine lange Tanznacht. Also zog ich es vor Teds Angebot anzunehmen, bei den Jungs im Apartment (auf einer nicht von tausenden Menschen völlig durchgelegenen Matratze!) zu Übernachten.
Hinauf hieß es also - jenen Berg, den ich noch vor einigen Stunden bequem in Marks BMW hinauf chauffiert worden war und der zu Fuß doch eine größere Hürde darstellte, als ich es geglaubt hätte. Oben angekommen lohnte sich der Aufwand jedoch auf jeden Fall. Das Apartment war wirklich wunderschön und Luxus, den ich selbst Zuhause so nicht gewohnt bin: 2 Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, 3 Bäder, Küche, Balkon mit Blick über Airlie Beach - besser konnte es wirklich nicht sein! Einen Platz zu finden, an dem ich Schlafen konnte, stellte bei 6 Betten (auf 3 Jungs) also keinen allzu großen Aufwand dar ;)
Am nächsten Morgen hieß es schon früh Abschied nehmen, denn ich musste bis spätestens 10 Uhr meine Buchung verlängert, oder aber ausgecheckt haben und die Jungs reisten wenig später an diesem Tag nach Mission Beach ab, um dort einen Skydive zu machen. Zurück im Hostel angekommen, beriet ich mich also mit Olga über die weitere Zeit, die wir in Airlie Beach verbringen wollten. Entgegen meinem Befinden, noch länger in Airlie Beach bleiben zu wollen und sich hier sogar auf die Suche nach einem Job zu begeben, wollte Olga bereits am nächsten Tag abreisen. Da ihre Entscheidung fest stand blieb nichts anderes für mich übrig, als mich von ihr zu trennen.
Lisa jedoch, hatte den selben Plan wie ich und so schlug ich ihr vor, uns am nächsten Morgen mit Mark zu treffen um sich das Apartment anzusehen, was er mir - und eigentlich Olga - für 30 Dollar die Nacht angeboten hatte.
Den Abend verbrachten Lisa, Olga, Nadja (eine weitere Deutsche, die wir bereits in Mission Beach kennengelernt hatten und die nun mit Olga weiter reisen wollte) und ich jedoch noch gemeinsam bei ein paar Drinks in der Bar unseres Hostels.
Kaum hingesetzt lernten wir eine Gruppe von Australiern kennen, die zum Feiern nach Airlie Beach gekommen waren. Einige Drinks und Gespräche später tauschten Ron und ich Nummern aus, für den Fall, dass ich nach Mackay (die nächst größere Stadt Richtung Süden) käme. "Meld dich, wenn du da bist, ich führ dich rum und wir gehen Feiern!" hieß es sofort.
Am nächsten Morgen stand nun aber erst einmal die Besichtigung von Marks Apartment an: Das Ein-Zimmer-Apartment befand sich direkt unter jenem Apartment, dass ich 2 Tage zuvor mit Mark und Lee "besucht" hatte und stellte für uns mit seinem eigenen (sauberen!) Bad und einer eigenen (sauberen!) Küche, sowie einem großen (bequemen!) King-Size-Bett einen Luxus dar, den wir in Hostels vergeblich suchen würden. Schnell stand also fest: Wir ziehen ein!
Kaum eingezogen und gerade dabei, unsere erste, im eigenen "Heim" zubereitete Mahlzeit - ein leckerer Salat - zu uns zu nehmen, sah ich auch meine Freunde von Freitag wieder. Diesmal den Blick etwas mehr unter Kontrolle habend, lud Daniel uns gleich ein, am Abend zum Barbeque hinauf zu kommen. Kostenloses Essen mit netter Unterhaltung? Da sagt ein Backpacker keinesfalls nein :)
Wenig später saßen wir also mit den 5 Jungs aus Sydney beim BBQ zusammen und hatten eine echt gute Zeit. Wir hatten mit den Jungs als Gastgebern, die alle zwischen Mitte bis Ende 20 waren, einen echten Glücksfang gemacht, denn während Daniel als ehemaliger Barkeeper Cocktail über Cocktail zauberte, stand Frank als begnadeter Hobbykoch hinterm Grill und verriet uns so manches kleines Geheimnis. So festlich, hatten wir schon lange kein Essen mehr gegessen: Neben Würstchen und Steak gab es Salate, Brokkoli, eine Kartoffelpfanne und und und. Wir waren begeistert!
Als Gegenzug oblag es nun uns, ihnen ein neues Trinkspiel beizubringen. Kein Problem, da kennen wir doch gleich zwei! Als erstes galt es ihnen Mäxchen beizubringen. Trotzdem sie versuchten zu bescheißen und immer wieder die Plätze zu unserer Rechten und Linken wechselten (in der Hoffnung, sie könnten dadurch hervorrufen, dass wir Mädels mehr trinken und sie weniger) waren es am Ende meist die Jungs, die einen Schluck ihres Getränkes nehmen mussten. Und auch bei unserem zweiten Spiel, das sehr viel mit Konzentration zutun hat, verloren die Jungs deutlich. Leicht beduselt schwankten die Jungs also mit uns (fast nüchternen ;) ) Mädels in Richtung Innenstadt um im "Evolutions" noch ein bisschen zu feiern.
Alles in allem war der Abend wirklich klasse. Die Jungs sind super lustig und freundlich und wir wurden schon eingeladen zu Silvester, wenn sowohl Lisa als auch ich in Sydney zu sein gedenken, mal vorbei zu schauen. Auch hier gab es wieder das Angebot einige Tage in ihrem Apartment umsonst unterzukommen. Diese Großzügigkeit, etwas zu geben, ohne Hintergedanken dabei zu haben, fasziniert mich hier wirklich. Was sich für unsere misstrauischen deutschen Ohren immer gleich nach Bedrohung anhört, entwickelt sich hier für mich langsam zum Alltag und zwar im überaus positiven Sinne. Natürlich kann man, besonders als Mädchen, auch im fernen Australien nicht jedem blind vertrauen, doch die Hilfsbereitschaft, die man hier zu spüren bekommt, ist doch eine ganz andere und mit der Zeit lernt man zwischen "seriösen" und "unseriösen" Angeboten zu unterscheiden.
Was man uns beim Reisebineworkshop über die Unbeliebtheit der Backpacker erzählt hat, kann ich definitiv nicht bestätigen. Überall, wo ich bisher hin gegangen bin, hat man mich it offenen Armen empfangen - sogar mehr noch! Die Australier, die sehr wohl um die finanzielle Lage eines Backpackers wissen, tendieren sogar zu großer Großzügigkeit. Dabei versteht es sich lediglich von selbst, dass ihnen diese Großzügigkeit ebenfalls entgegen gebracht wird, wenn sie in die Nähe deines Wohnortes kommen. Aber großzügig ist man nach dem, was man hier alles durch Ansässige ermöglicht bekommt, gegenüber diesen Personen sehr gerne. Ich wünschte mir, in Deutschland wäre das auch möglich.
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