Gemeinsam mit Marco, dem italienischen Englischlehrer, den wir vor einigen Tagen beim Barbeque im "Tropical Island" kennengelernt hatten, wollten wir uns am Donnerstag in Richtung Kuranda aufmachen. Das "Dorf im Regenwald", ist von Smithfield aus, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Cairns, über eine Skyrail (also eine Hochseilgondel) zu erreichen und eben diese Fahrt soll einen ganz besonderen Ausblick auf die Regenwälder eröffnen.
Der Aufstieg war von 3 Stationen unterbrochen, die die Möglichkeit gaben, sich ein wenig im umliegenden Regenwald umzusehen. Glücklicherweise kamen wir gerade passend zum Beginn einer Tour durch das kleine Regenwaldgebiet an und ließen es natürlich nicht entgehen, noch mehr über ihn zu lernen. Wir erfuhren, dass die stacheligen Lianen, die wir schon 2 Tage zuvor als "Wait a while" kennengelernt hatten, noch zu mehr nützlich waren, als zum Verletzen. Für die Aboriginies schien diese Pflanze, die wir lediglich als lästig empfinden, schier eine Pflanze für alles zu sein: Sie nutzten sie zum Fischfang, indem sie Körbe flochten, in die die Fische zwar hinein, dank der in eine Richtung gerichteten Stacheln
jedoch nicht wieder heraus kamen, flochten damit ihre Möbel, schnitten sie an um Regenwasser aus ihnen trinken zu können, aßen ihre Früchte, bauten aus den später sehr kräftig (und stachellos) werdenden Lianen Bögen und nutzten sie als Hilfsmittel zum erklimmen von Baumstämmen.
Es ist wirklich faszinierend, was man über den Regenwald lernt, wenn man sich ein wenig mit den Weisheiten der Aboriginies bekannt macht. Besonders interessant fand ich auch eine kleine Beere, die man uns zeigte, die den Betroffenen für 2 Stunden erblinden lässt. Man weiß also, was passiert, wenn man sich hier mit Eingeborenen anlegt und dann ihr Essen annimmt ;)
Wir genossen den Ausblick auf die Byron Falls, die sich unter unserer Seilbahn erstreckten, auch wenn dessen Masse dank der Trockenzeit doch erheblich zusammengeschrumpft war.
Oben auf dem Berg angekommen verspürten wir nun langsam ein stechendes Hungergefühl. Wie uns ein Mädchen im Hostel verraten hatte, gab es hier oben ein deutsches Gasthaus, das mit Bratwürsten und Sauerkraut schier auf uns zu warten schien. Mit dem Gefühl, wieder ein bisschen Heimat verspüren zu können, durchsuchten wir also das Dorf, um schließlich ernüchtert festzustellen, dass der Gasthof bereits um 14.30 Uhr schloss. Völlig verwundert ging unsere Suche also weiter, doch trafen wir auf immer weitere schließende Geschäfte. Schließlich kehrten wir in ein Restaurant ein, dass uns leider kein sonderlich leckeres Essen servierte... naja, zumindest verschwanden die Kopfschmerzen, die ich vor Hunger schon bekommen hatte. Um den Tag zu retten, belohnten Olga und ich uns mit 2 riesigen Muffins. Tripple-Choclate-Muffin, 3-fache Schokolade.... yummi! Sowas von lecker! Da das Wetter uns leider an diesem Tag etwas übel mitspielte und es immer wieder zu mehr oder weniger heftigen Regenschauern kam, entschieden wir uns um Viertel vor 4 das "Butterfly Senctury" aufzusuchen, um uns die Schmetterlinge Australiens ansehen zu können. Hier erzählte man uns nun ebenfalls, man schließe bereits um 16 Uhr und ließ uns nicht mehr hinein. Schade :(
Also beschlossen wir den Bus zurück nach Cairns zu nehmen. Wo genau dieser abfahren würde wussten wir nicht, also liefen wir hinunter zu den Busparkplätzen. Hier unten jedoch erschien der Bus nicht und so suchten wir Rat im anliegenden Railway Office. Als wir erzählten, wir wollten zurück nach Cairns schaute man zuerst auf die Uhr und uns dann mit großen Augen an. "Ihr sitzt glaube ich hier oben fest", war die Auskunft, die man uns gab, zusammen mit der Information, es gäbe hier oben aber ein Hostel... ja danke, das hatten wir schon... und zwar in Cairns! Neben dem Bus, der nicht mehr fuhr, stand ab 15.30 auch der Zug und die Seilbahn hier still - Dinge, die man einem hier vergisst mitzuteilen und vor denen auch kein Schild beim eintreten warnt. Da waren wir nun also - gefangen im Regenwald, über 30 km entfernt von Cairns, vom Regen durchnässt und ohne wirklichen Ausweg nach Cairns zurück zu kommen. Die Anwohner dieses "idyllischen" kleinen Städtchens rieten uns ein Taxi zu nehmen, doch wir wollten es erst einmal per Anhalter versuchen. Also sprach ich ein Päärchen an, dass mit seiner Stadtkarte sehr nach Touristen aussah, ob sie heute den Berg wieder runter fahren würden und uns 3 vielleicht mitnehmen könnten. Nach einigem Überlegen willigten sie ein und wir wurden auf dem Hintersitz, mit den Gepäckstücken der netten Britten auf den Beinen, untergebracht.
Es stellte sich heraus, das die beiden äßerst nett waren und da sie gerade erst in Kuranda angekommen waren, um sich die Byron Falls anzusehen, fuhren wir sogar dort nochmal vorbei und konnten einige Fotos schießen. Ich will garnicht wissen, wie dieser Abend geendet wäre, wenn wir die Briten nicht getroffen hätten. Wie kann denn eine ganze, überaus touristische Stadt (bzw. Dorf) um 16 Uhr Nachmittags zur Geisterstadt mutieren?! Zurück in Cairns angekommen waren wir einfach nur noch froh, wieder in der Stadt gelandet zu sein und feierten das, mit einem, natürlich vom Italiener, gekochten Abendessen. Ein Hoch auf die Zivilisation!
Es ist wirklich faszinierend, was man über den Regenwald lernt, wenn man sich ein wenig mit den Weisheiten der Aboriginies bekannt macht. Besonders interessant fand ich auch eine kleine Beere, die man uns zeigte, die den Betroffenen für 2 Stunden erblinden lässt. Man weiß also, was passiert, wenn man sich hier mit Eingeborenen anlegt und dann ihr Essen annimmt ;)
Wir genossen den Ausblick auf die Byron Falls, die sich unter unserer Seilbahn erstreckten, auch wenn dessen Masse dank der Trockenzeit doch erheblich zusammengeschrumpft war.
Also beschlossen wir den Bus zurück nach Cairns zu nehmen. Wo genau dieser abfahren würde wussten wir nicht, also liefen wir hinunter zu den Busparkplätzen. Hier unten jedoch erschien der Bus nicht und so suchten wir Rat im anliegenden Railway Office. Als wir erzählten, wir wollten zurück nach Cairns schaute man zuerst auf die Uhr und uns dann mit großen Augen an. "Ihr sitzt glaube ich hier oben fest", war die Auskunft, die man uns gab, zusammen mit der Information, es gäbe hier oben aber ein Hostel... ja danke, das hatten wir schon... und zwar in Cairns! Neben dem Bus, der nicht mehr fuhr, stand ab 15.30 auch der Zug und die Seilbahn hier still - Dinge, die man einem hier vergisst mitzuteilen und vor denen auch kein Schild beim eintreten warnt. Da waren wir nun also - gefangen im Regenwald, über 30 km entfernt von Cairns, vom Regen durchnässt und ohne wirklichen Ausweg nach Cairns zurück zu kommen. Die Anwohner dieses "idyllischen" kleinen Städtchens rieten uns ein Taxi zu nehmen, doch wir wollten es erst einmal per Anhalter versuchen. Also sprach ich ein Päärchen an, dass mit seiner Stadtkarte sehr nach Touristen aussah, ob sie heute den Berg wieder runter fahren würden und uns 3 vielleicht mitnehmen könnten. Nach einigem Überlegen willigten sie ein und wir wurden auf dem Hintersitz, mit den Gepäckstücken der netten Britten auf den Beinen, untergebracht.
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