Mittwoch, 9. September 2009

Emperors Wings - Auf den Spuren der Unterwasserwelt 08.09.2009 - 11.09.2009

Dienstag Mittag brachte mich Olga schließlich zum Pier. Aus meinem Vorhaben, wie verordnet jeweils nur eine kleine Tasche mitzubringen wurde natürlich nichts... schließlich brauchte ich ja neben der normalen "Ausrüstung" (sprich, Badehandtuch, Bikini, Sonnencreme, Aftersun, Kulturbeutel und Duschzeug) auch noch Anziehsachen und meinen Technikkram ;) Denn wenn man schon mal einen GPS-Datenempfänger zur Verfügung hat, wo setzt man ihn geschickter ein, als auf dem Meer, wo nur die Sterne eine Orientierung bieten könnten? ;)
Mit Rucksack und Tasche bepackt liefen wir nun also, wie erwähnt, hinunter zum Hafen. Dort angekommen fand sich schnell eine Gruppe von 26 willigen Seefahrern ein, die alle die 3 Tage auf dem Schiff gebucht hatten. Dabei gab es wirklich eine große Auswahl an Nationalitäten. Von Niederländisch, Schwedisch, Dänisch, Deutsch, Amerikanisch, Australisch, Irisch, Englisch, Schweizerisch, Kanadisch bis hin zu Südafrikanisch war hier alles vertreten. Das Alter war glücklicherweise diesmal mehr dem meinen entsprechend. Zwar war ich auch hier, wie fast immer, die Jüngste, aber das merkt man mir ja zum Glück nicht an ;) Der Großteil der Anderen war so im Alter von 20-30 angesiedelt, sodass ein sehr lockeres Kennlern-Verhältnis bestand.
Als wir nun also dort saßen und ich mir die Anderen genauer anguckte, viel mir ein Mädchen besonders ins Auge. "Irgendwoher kenne ich sie", dachte ich mir, und auch Olga kam sie sehr bekannt vor. Nach kurzer Zeit fiel der Groschen. Natürlich! Madeleine, die Berlinerin, die wir beim Reisebine-Workshop kennen gelernt hatten, und die schon um einiges vor uns nach Australien runter reisen wollte. Wie klein Australien doch ist!
Prompt landete ich mit ihr und den 3 Deutschen, die mit ihr reisten (Martin, Kolja und Andrea) im gleichen Zimmer und hatte damit echt ein goldenes Los gezogen. Nicht nur, dass wir damit ein komplett deutsches Zimmer waren und Verständigungsprobleme, bzw Kulturunterschiede, damit kein Thema waren, auch die Tatsache, das wir uns damit in einem 5er Zimmer befanden war sehr angenehm. Die anderen Zimmer des Bootes fasten nämlich geschätzt so jeweils um die 10 Leute. Und von uns Schnarchte auch niemand ;)
Kaum hatten wir unsere Sachen auf unsere Betten gelegt und uns mit dem Boot in Bewegung gesetzt, hieß es erstmal: Eine Einführung erhalten. Sonderlich angenehm war diese nicht, denn die See war an diesem Tag recht rau und wir saßen, zusammengepfercht in einen kleinen Innenraum, zu etwa 30igst, mit etwas schwummerigem Magen, da und versuchten uns darauf zu konzentrieren, was Caroline uns zu erklären versuchte. Als einziger Lichtblick bot sich mir ein kleines Fenster, dass mir den Blick auf den Horizont gewährte. Ich war recht froh, dass Olga in diesem Moment nicht neben mir auf dem Schiff saß, denn wenn mir, der so schnell (zumindest auf einem Schiff ;) ) nicht schlecht wird, schon bedenklich schwummerig wird, dann möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie es ihr ergangen wäre.
Den erste Tauchgang, den es normalerweise bereits am ersten Tag auf dem Boot gibt, konnten wir leider nicht wahrnehmen, denn auf Grund der rauhen See und einem aus ungewöhnlicher Richtung wehendem Wind, konnten wir die schönen Tauchgebiete leider nicht anfahren. Naja, auch nicht zu tragisch, denn zumindest konnten wir schon die "Trockenübungen" (auch wenn man bei ihnen keineswegs trocken blieb) fürs Tauchen machen. Größten teils befanden sich Leute auf unserem Boot, die, wie ich, noch nie vorher Tauchen waren und so hieß es also: lernen wie man Atmet, die Brille unter Wasser frei von eingedrungenem Wasser bekommt und wie man im Notfall sein Mundstück wiederfindet, sollte man es aus dem Mund verlieren. Dazu wurde eigens eine Plattform an der Rückseite des Bootes herunter gelassen, sodass wir in voller Montur auf ihr stehen konnten.
Erstaunlicher Weise hatte ich mit keiner der Übungen Probleme. Nachdem ich mich beim Schnorcheln bei Green Island nicht ganz Wohl dabei gefühlt hatte, durch den Schnorchel zu atmen, hatte ich schon die ungute Befürchtung, das Atmen könne mir zum Verhängnis werden - doch dies bestätigte sich keineswegs. Vom Tauchen konnte mich nun also nichts mehr abhalten :)
Die Stimmung auf dem Boot war wirklich gut. Da es keine Gruppenabgrenzung gab, kam man schnell mit jedem in Kontakt, was mich sehr freute und meine Ängste vor einem fürchterlichen Trip - 3 tage lang einsam auf dem Wasser gefangen *theatralischer Seufzer* - völlig in Luft auflöste. Besonders meine Tauchgruppe war wirklich eine tolle Mischung: Franzi (ja, noch eine Franzi), Studentin aus dem Schwarzwald, war mir natürlich gleich von Anfang an sympathisch - Sympathie unter Namensvettern ist schließlich Pflicht ;) - und auch Anna, 29, aus Brisbane, sowie Natascha, mitte Zwanzig aus Holland waren super freundlich. Die arme Natascha hatte sich jedoch vor einigen Wochen beim Fußballspielen den Fuß verknackst und musste nun nach einem kläglichen Schnorchelversuch feststellen, dass Flossenschwimmen wohl nicht so wirklich mit ihrer Verletzung harmoniert. Zum Glück brachte das ihrer guten Stimmung dennoch keinen Abbruch :)
Als ich schließlich, im Laufe des Abends, zurück zur "deutschen Gruppe" stieß und vernahm, dass Franzi und Martin sich über Martins Spiegelreflex Kamera unterhielten, die er sogar dabei hatte, war klar: ich hatte meinen neuen Foto-Buddy gefunden ;) Nach ein wenig Rumgequägele konnte ich ihn doch tatsächlich überzeugen seine Kamera aus der Kabine zu holen und wir machten wirklich tolle Mondaufnahmen (...die ich jetzt leider nicht hier rein stellen kann... schließlich sind sie auf Martins Kamera und er hat sie mir noch nicht zugeschickt... aber sie werden nachgereicht ;) ). Es ist wirklich faszinierend, sich auf dem Wasser zu befinden, weit weg, vom Festland und den Mond und die Sterne zu genießen. Erst hier in Australien fällt einem auf, die Licht-Versmogt wir in Europa doch sind. Hier, in völliger Dunkelheit, ist wirklich der ganze Himmel mit Sternen gepflastert. Ja gut, auf der Südhalbkugel gibt es zusätzlich noch etwa 2000 Sterne mehr, als auf der Nordhalbkugel... aber das kann ja nicht nur daran liegen ;) Ich frage mich nur, wer sich die Mühe gemacht hat all die Sterne zu zählen, um diesen Vergleich aufstellen zu können ;)
Um 20 Uhr hieß es dann Abendessen und ich konnte das erste Mal die gute Küche des Bootes bestaunen. Samy, unsere Küchenfee, leistete echt gute Arbeit, alle wurden mehr als satt und es war echt überaus lecker! Es stimmte also, was man mir im Touristik-Büro gesagt hatte: "Man zahlt für was man kriegt". Und mein Bootstrip ist mit originalen 550 Dollar sicherlich nicht billig gewesen. Ein Glück, dass ich ihn Last-Minute 200 Dollar billiger bekommen habe.
Bei der früh eintretenden Dunkelheit und nichts, was einen daran erinnern könnte, dass es noch gar nicht so spät ist, zog es uns alle relativ früh zu Bett. Dabei hatte ich in meinem Zimmer besonders Glück, da ich weniger eine Koje besaß, als vielmehr ein allein stehendes Bett ohne jemanden über mir. Da ließ es sich doch schon gleich viel befreiter liegen ;) Nachdem man den Tag auf dem Boot verbracht hatte, bereitete es auch keine Schwierigkeiten mehr sich unter Deck aufzuhalten und geschützt in unserer Bucht, erinnerte nur noch das Geräusch von an das Boot schwappendem Wasser daran, dass man sich auf See befand.

Tag zwei begann um 7 Uhr mit leckerem Frühstück. Danach blieb nicht mehr viel Zeit zum Sachen packen, denn es hieß: Auf zum Whitehaven Beach! Der, wie uns unsere Crew verriet, offiziell als zweit schönste Strand der Welt, ist wohl der berühmteste in ganz Australien. Der schönste Strand der Welt liegt, wenn ich mich richtig erinnere im asiatischen Raum... versinkt aber langsam auf Grund des stetig steigenden Wasserpegels. Bald darf Australien sich also der Besitzer des schönsten Strandes der Welt nennen ;P
Es ist wirklich wahnsinn, wie fein und hell der Sand des Whitehaven Beaches ist. Dazu kommen etliche Wasserbänke, die nur mit ganz seichtem Wasser bedeckt sind. Diese Unterschiede der Wasserhöhe sind es, die das typische Postkartenmotiv Australiens ausmacht und so schön wie es ist, muss man wirklich kein toller Fotograf sein, um hier ein traumhaft schönes Bild zu schießen.
Was kann man an so einem Strand also besseres machen, als im Wasser liegen und Fotos machen? Nach einiger Zeit am Strand hieß es dann hinauf zum Aussichtspunkt. Auf unserem Weg dorthin erwischten wir doch sogar noch eine Echse beim Sonnenbaden, bevor wir uns wieder zum Boot begaben.
Dort hieß es dann erstmal: Segel spannen und 4 Stunden Richtung offenes Meer fahren um zum "Outer Reef" zu kommen, das heißt zum äußeren Teil des Great Barrier Reefs. Genug Zeit also, um auch den Rest der lustigen Truppe kennenzulernen. Besonders hervor stachen für mich dabei Mark, Amerikaner aus Texas und auch Work and Traveller, und Ted, Niederländer und nur zum Urlaub machen in Australien. Die beiden waren super lustig und so saßen wir fast immer beieinander und quatschten über Gott und die Welt.
Endlich am Outer Reef angekommen hieß es dann natürlich: Tauchen gehen! Und wir freuten uns natürlich alle schon riesig! Um uns das Abtauchen leichter zu gestalten hangelten wir uns am Ankertau hinunter, immer darauf bedacht den Druckausgleich oft genug zu machen, um keine Ohrenschmerzen zu bekommen. Die Regel hieß: "Wenn du den Tauchführer den Ausgleich machen siehst, mach ihn auch, siehst du jemand anderen ausgleichen, mach es auch, siehst du einen Fisch, mach den Druckausgleich und siehst du eine Koralle, mache einen Druckausgleich". Gerade von letzterem gab es in dieser wunderbaren Welt aber so viele, dass man vor lauter Druckausgleich gar nicht mehr zum Tauchen gekommen wäre ;)
Direkt unter unserem Boot warteten schon die ersten riesigen Fische auf uns: riesige Maori Wrasse. Diese Fische, mit ihrer Beule am Kopf und ihrer leicht behäbigen Art sich zu bewegen, sehen schon recht beeindruckend aus und haben auch wenig Scheu sich dem Taucher zu nähern. Während ich also das Tau hinunter hangelte, durfte ich feststellen, dass mich ein Maori Wrass mit nur etwa einem Meter Abstand zu meinem Körper verfolgte. Ich schien wohl eben so interessant für ihn zu sein, wie er für mich ;) Gut, dass die lieben Fischlein keine Zähne besitzen. Das machte sie mir gleich sympathisch :P
Am Boden angekommen hieß es dann erstmal die hiesige Korallen- und Fischvielfalt bestaunen. Zwar muss ich gestehen, dass die Korallen auch hier nicht so kunterbunt ausfielen, wie ich sie mir vorgestellt hatte, und wie man sie so von Tauchbildern aus Asien kennt, aber die verschiedenen Formen sind doch sehr beeindruckend. Besonders lieb gewonnen habe ich die so genannte "Christmas Tree Coral", die es in allen möglichen knall bunten Farben gibt und die wirklich wie ein kleiner neonfarbener Plastikweihnachtsbaum aussieht. Wenn man ihnen zu nahe kommt, verschwinden sie jedoch blitzartig in ihrem Loch. Sogar das sieht süß aus :D
Nemos - also Clownfische - gab es natürlich auch zu sehen, wie soll es auch anders sein ;) Neben Schildkröten, Walen, Haien und Rochen haben sogar die kleinen Clownfische ihr eigenes Unterwasserzeichen - Ich wette, das gibt es auch erst sein "Findet Nemo" ;)
Besonderes Highlight des Tauchganges war auch das Seegurken streicheln *grins* Ja, ihr habt richtig gehört, ich hatte eine Seegurke auf dem Arm ;) Lieb wie Duncan war, hat er uns Mädels natürlich das am gruseligsten aussehenste Exemplar heraus gesucht, damit wir daneben noch gut aussehen, hinter unseren wunderschönen Tauchermasken und dem Atemgerät ;) Als ich die Gurke ( ;P ) dann nach dem Foto machen wieder an Duncan zurück geben wollte, wollte die sich gar nicht mehr hergeben lassen. Mit den mini kleinen Saugknöpfen, überall an ihrer Unterseite, hatte sie sich an meinen Arm fest gesaugt. Nach ein wenig Überredungskunst ließ sie dann schließlich aber doch noch los.
Das einzige, was ich auf meinen Tauchgängen nicht zu sehen gehofft hatte, blieb mir natürlich nicht erspart. In 10 Meter tiefe erklärte uns unser Tauchführer über Wasserzeichen, dass ein Hai in der Nähe wäre. Auf uns 3 Mädels hatte diese Nachricht sehr unterschiedliche Auswirkungen. Während Anna sich darüber freute, drehte Franzi sich gleich in die entgegengesetzte Richtung um den Hai erst gar nicht zu sehen; ich blickte zwar in die Richtung, in die Duncan gezeigt hatte, doch sehen konnte ich nichts. So wirklich besser fühlte ich mich dadurch gedoch nicht, denn ich konnte mir trotz allen Bemühungen nicht einreden, dass ich mir nur eingebildet hätte, Duncan hätte das Zeichen gemacht. Zurück auf dem Boot waren alle völlig neidisch auf unsere Begegnung (oder eben fast-Begegnung ;) ) mit dem Hai. Kein Problem, ich hätte gerne getauscht, wenn das möglich gewesen wäre ;)
Mit einem guten Rotwein wurde schließlich der Sonnenuntergang auf hoher See begangen. Dabei musste ich leider feststellen, dass es auch in Jeans und Fließjacke, die ich vorsichtshalber eingepackt hatte, ziemlich kalt wurde. Naja, zum Glück gab es ja Jungs die sich liebend gerne als Wärmflasche anboten ;)

Am 3. Tag hatten Andrea, Madeleine, Mark und ich uns in den Kopf gesetzt den Sonnenaufgang zu sehen. Steve, unser Skipper (= Bootsführer), hatte uns erzählt, was für ein wunderschöner Anblick er hier auf dem offenen Wasser, ohne jegliches Land erblicken zu können, sein soll und so saßen wir ab Viertel vor sechs auf dem Deck und fröstelten vor uns hin. Erst eine halbe bis dreiviertel Stunde später erbarmte sich die rote Scheibe am Horizont aufzutauchen um uns einen wunderschönen Anblick zu gewähren. War das warten auf die Sonne lange gewesen, so war ihr Aufsteigen jedoch um so schneller. So nahe am Equator muss man sich schon beeilen die richtige Kameraeinstellung für den Sonnenaufgang zu finden, damit man ihn nicht verpasst. Nach 2 Minuten stand die Sonne schon wieder hoch am Himmel und strahlte uns an - uns zog es zurück ins Bettchen zum Aufwärmen.
Doch natürlich blieben wir dort nicht lange. Pünktlich um 7 Uhr hieß es wieder: Aufstehen und Frühstücken. Doch wenn man seine Zeit auf einem Boot verbringt und die Gelegenheit hat Tauchen zu gehen, dann fällt einem das auch wirklich nicht schwer. Schon nach dem Frühstück hieß es das erste Mal an diesem Tag: Tauchen gehen! Das kann man sich natürlich nicht entgehen lassen. Also wieder in den Wet-Suit rein, die Gewichte an die Hüfte angebracht, Weste mit Tanks auf den Rücken und Flossen an. So voll bepackt musste man nun wirklich aufpassen, dass man nicht einfach vorne über fällt. Aber wir kamen ohne Unfälle davon ;) Mit der Ausrüstung am Körper ist man doch echt (und zwar im wahrsten Sinne des Wortes) erleichtert, wenn man im Wasser ist, denn da spürt man ihr Gewicht nicht mehr.
Diesmal ging es ein bisschen tiefer hinunter - unser Tiefenzähler zeigte bis zu 13 Meter unter der Wasseroberfläche. Im Vergleich zum ersten Tauchgang war hier die Korallenlandschaft noch viel interessanter. Während die Korallen beim ersten Mal lediglich am Boden zu finden waren, gab es nun ganze Korallenwände, die sich vor uns auftürmten. Durch Spalten hindurch führte und Duncan ganz nahe an das Geschehen heran. Besonders interessant fand ich bei diesem Tauchgang die riesigen Fische, die wir zu sehen bekamen. Sie heißen "...", sind so um die 1,5 Meter lang und haben riesige Hasenzähne ;D Diese brauchen sie aber auch, denn es sind die einzigen Fische, die tatsächlich die Korallen selbst fressen, und nicht nur den Plankton, der sich an den Korallen ansammelt. Wenn man ganz still ist und eine Weile nicht atmet, dann kann man sogar hören, wie sie die Korallen zerkauen. Das hat ein bisschen was vom Bugs-Bunny-frist-eine-Möhre-Geräusch ;)
Danach hieß es erstmal wieder aufwärmen. Für den nächsten anstehenden Tauchgang wurde unser Boot um einige Meter Luftlinie versetzt - Das war aber mehr Aufwand, als man sich das als Leihe so vorstellt. Da unser Katamaran ja über ein Segel verfügt, ragt ein ebenso langer Mast unter dem Boot ins Wasser um bei starkem Wellengang ein Umkippen zu verhindern. Das bedeutet aber auch, das die Crew sehr vorsichtig sein muss, um nicht in eine Korallenwand hinein zu fahren. Aber Stu und Steve, die beiden Skipper, meisterten die Situation - klar, Profis ;) Während viele der anderen nun also einen weiteren Tauchgang wahrnahmen, zog es unsere Mädelsgruppe vor dieses Mal auszusetzen und ein bisschen Schnorcheln zu gehen. Das lohnte sich an dieser Stelle des Riffes auch auf jeden Fall! Zwar gab es auch Tiefe Schluchten, in die die Taucher hinunter kamen, doch auch unweit der Oberfläche fand sich ein wunderbar belebtes Korallenvorkommen. Als wir unsere Niederländer, Ted, Will, Rob und Woulter mit Duncan unter uns hinweg tauchen sahen, konnten wir es uns natürlich auch nicht nehmen lassen, sie von oben zu verfolgen. Nun konnten wir verstehen, was die Crew uns über die Fische erzählt hatte, die immer in der Nähe der Taucher zu bleiben versuchen: Man sagte uns, sie mögen das Blubbern der Luftblasen an ihren Bäuchen, wenn die Taucher unter ihnen ausatmen. Ich kann das nur bestätigen - Sehr angenehm! :) Man fühlt sich ein bisschen wie in einem Whirlpool :P
Nach erneuten Umsetzen des Schiffen hieß es dann ein letztes Mal Tauchen gehen - diesmal entlang einer riesigen Korallenwand, die sich einige Kilometer unter Wasser erstreckt. Während wir uns fertig machten und unsere Ausrüstung anlegten, kamen die Zertifizierten Taucher bereits von ihrer Tour zurück und ... erzählte uns ganz freudig und aufgeregt, sie habe ja soo viele Haie gesehen, das wäre ja sooo toll! - ...Ihre Euphorie konnte ich nicht ganz teilen... - Mit weit aufgerissenen Augen starrte ich sie an und verspürte das ungute Gefühl das Wasser nicht betreten zu wollen. Nach kurzem Beratungsgespräch unter den Mädels, entschieden wir aber trotzdem: Wir riskieren es. Mit dem Schlauchboot wurden wir also hinaus gefahren und vollführten mit unserer Ausrüstung einen Rückwärtssalto vom Rande des Bootes, sowie man es aus den Filmen kennt - sehr spaßig :) Im Wasser, fühlte ich mich dann jedoch wirklich nicht wohl. Während der zweite Tauchgang wirklich entspannt abgelaufen war, weil man sich daran gewöhnt hatte mit dem Atemgerät zu atmen und den Druckausgleich durchzuführen, führte meine Angst vor Haien zu einer viel zu schnellen Atmung und diese dazu, dass ich mich nicht wirklich auf die Unterwasserwelt einlassen konnte. Einen Hai, haben wir schließlich nicht einmal gesehen - Und das fand ich auch echt gut so! Dennoch war ich froh wieder auf dem Boot zu sein, um unseren letzten gemeinsamen Abend in der Gruppe begehen zu können, die mir in den paar Tagen echt ans Herz gewachsen war. Während wir also auf dem Deck saßen und die See feierten, führte Steve unser Boot zurück in Richtung Airlie Beach, um unsere letzte Ruhestätte ( ;) ) vor der Rückkehr - etwa 30 Minuten von Airlie Beach - aufschlagen zu können.

Am nächsten Morgen war es dann soweit: Nach dem Frühstück hieß es die Sachen aus den Kajüten holen und Abschied nehmen. Zum Glück hatte sich die Gruppe verabredet am Abend im Beaches zu feiern und fast alle, die eigentlich noch am selben Tag weiter wollten, konnten überredet werden doch noch eine Nacht zu bleiben. Einziges Problem stellte nun meine Verabredung mit Mark und Lee dar, die ich ja bereits letzten Sonntag festgelegt hatte.

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