Freitag, 13. November 2009

Die heldenhafte Errettung zweier Backpacker ;)

- Foto folgt, sobald erhalten ;) -

Da ich plante Mackay bald zu verlassen um mich weiter Richtung Süden zu begeben, hielt ich es für eine kluge Idee, mich nach so langer Zeit bei Freunden, in einem der beiden örtlichen Hostels einzuquartieren. Auf diese Weise erhoffte ich mir vielleicht jemanden kennen zu lernen, mit dem ich weiter Reisen könnte.
Da ich von den Ansässigen nur relativ schlechte Kritiken über das „Gekkos Rest“ gehört hatte, entschied ich mich für die Konkurrenz und erkundigte mich am Freitag Nachmittag nach der Verfügbarkeit von Betten im „Larrikin's Lodge“. Das Hostel ist relativ klein und verfügt nur über 4 8-Mann Schlafsäle, sowie 3 Zwei-Mann-Zimmer. Damit erreicht es einen Charme, der eher an ein Privathaus erinnert, als an ein Hostel und ich fühlte mich gleich wohl. Da für die nächsten zwei Nächte leider keine Betten mehr frei waren, buchte ich mich für Sonntag ein und plante noch 2 Nächte bei Josh auf der Couch zu verbringen.

Auf meinem Weg zurück in die Stadt erspähte ich nun ein Pärchen – mit ihren Rucksäcken eindeutig als Backpacker zu erkennen –, dass am Straßenrand saß. Da sie ziemlich verwirrt auf einen Stadtplan starrten und ich ja mit meinen 1 ½ Monaten Erfahrung in Mackay doch schon über ein kleines bisschen Ortskenntnis verfüge, ging ich zu ihnen hinüber und fragte sie – auf Englisch natürlich -, ob ich ihnen helfen könnte. An ihrem deutschen Akzent unschwer zu entlarven, nahm man meine Hilfe schnell an und auf deutsch – mit ebenfalls sehr leicht zu enttarnenden sächsischem Akzent – erzählte man mir, sie hätten für diese Nacht kein Bett, denn die Hostels wären beide ausgebucht. Das kam mir doch irgendwo her verdammt bekannt vor. Nachdem ich ihnen nun also von meinem Mackay-Anfangs Dilemma berichtet hatte, bot ich ihnen als Notlösung das McGuires an, einen Pub, von dem ich wusste, dass er auch Unterkünfte anbot.
Nun ging es also mit ihren Backpacks auf dem Rücken (ich war insgeheim mal wieder froh, dass ich mich für einen Trolley und nicht für einen Rucksack entschieden hatte) quer durch die gesamte Innenstadt. Von ihr würden die Beiden auch nicht so sonderlich viel sehen, denn sie planten am nächsten Tag um 13.15 Uhr schon wieder den nächsten Bus zu nehmen. Ich befürchte, dass kaum ein Reisender Mackay so gut kennen lernt, wie ich ;)
Im McGuires angekommen konnte ich es mir dann natürlich nicht verkneifen mir Rico's und Evilin's Zimmer auch einmal anzusehen und war ehrlich gesagt positiv überrascht. Ja, es war ein bisschen heruntergekommen und hatte keineswegs eine so nette Atmosphäre wie ein Hostel, aber hey, es war sauber und mit 20 Dollar die Nacht zumindest im Preis unschlagbar. Was will man mehr für eine Nacht Zwischenstop?
Nachdem sich die Beiden nun also häuslich eingerichtet hatten, begleitete ich sie noch für ein Stündchen zur Lagoone um ein bisschen die Sonne zu genießen. Hach, ich fühlte mich wirklich gut, den beiden zu helfen gewusst zu haben ;) Meine gute Tat des Tages :) So hatte ich wenigstens etwas von der Hilfsbereitschaft an einen anderen Menschen weitergeben können, die ich doch so großzügig von Ron erfahren hatte – in meinem Bereich der Möglichkeiten versteht sich. Und das an einem Freitag den Dreizehnten ;)

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