Pünktlich um 18.15 Uhr war ich nun in Rockhampton angekommen und dank meiner Vorbereitung via GoogleMaps stellte es sich auch nicht als Schwierigkeit heraus das „Downtown Hostel“ zu finden. In der dazugehörigen Bar bezahlte ich nun also für mein Bettchen und bekam sogleich meinen Schlüssel ausgehändigt.
„Einfach wieder raus und nach links, dann die erste Tür wieder rein und die Treppen hoch!“, hieß es. Gesagt, getan, begab ich mich hinaus, nur um 2 Sekunden später vor einer Tür mit der Aufschrift „OWNTOWN“ zu stehen. „Owntown? Das ist aber komisch... Ich dachte die zwei Namen für das Hostel wären „Downtown Hostel“ oder „Oxford Hotel“... ein dritter Name? Bin ich hier überhaupt richtig?“
Einige Sekunden später übermannte mich ein Anfall von Verlegenheit... „OWNTOWN“, war schließlich „Downtown“ ohne „D“... das hatte wohl jemand abgekratzt. Ich kam mir ja so blond vor ;)
Jetzt also davon überzeugt, die richtige Tür erwischt zu haben, betrat ich das Hotel / Hostel und schleppte meine Taschen die Treppen hinauf. Uff, ich reise ganz eindeutig mit zu viel Gepäck! Oben angekommen wurde ich wirklich positiv überrascht: Nachdem auf Reisebine doch relativ schlechte Bewertungen für das Hostel abgegeben worden waren, hatte ich mich schon darauf eingestellt, ein mehr oder weniger appetitliches Hostel vorzufinden. Diese Befürchtung stellte sich jedoch als völliger Trugschluss heraus. Zwar ist es hier weiß Gott nicht schön und auch in keiner Weise anheimelnd, aber es ist sauber :) Und das hat doch schon mal was! Mein Zimmer ist zwar relativ klein, da das Bett – ein Doppelstock Bett mit einem Doppelbett unten und einem Einzelbett oben – sehr viel Raum einnimmt und erinnert mit seinen hohen weißen Wänden ein wenig an ein Gefängnis - aber hey, zumindest gehört die Gefängniszelle mir alleine und das bedeutet: Ein Doppelbett nur für mich ;) hihi!
Ich erkundete das Hostel also weiter und setzte mich einen Moment in die Küche um das eben gefundene Stadt-Prospekt Rockhamptons aufzuschlagen, als ein Mädchen die Küche betrat. Kontaktfreudig wie ich bin, sprach ich sie natürlich gleich an und es stellte sich heraus, dass sie auch Deutsche war... woher wusste ich das nur? ;)
Regina (19), die auch gerade die Schule in Deutschland abgeschlossen hat und hier in Rockhampton bereits vor 2 Tagen angekommen war, möchte hier in Rocky eine Weile bleiben und sucht derzeit nach einem Job. Nachdem sie mir von ihrem Plan berichtet hatte, von Pub zu Pub zu schlendern und nach Jobs zu fragen, fragte ich sie, ob ich sie begleiten dürfte und sie willigte ein. Somit käme ich wenigstens aus dem Hostel heraus und würde Rocky ein bisschen kennen lernen. Kurze Zeit später auf der Straße, war es dann um meinen Orientierungssinn schon wieder geschehen und ich dappelte brav neben Regina her, die doch sehr viel genauer zu wissen schien, wo wir uns gerade befanden.
Zwar erreichte sie in punkto Job noch nichts, doch in einer der Bars kamen wir ins Gespräch mit einem älteren Australier (schätzungsweise so um die 45), der ihr gleich in punkto Mitfahrgelegenheit (die sie zu einem etwas außerhalb gelegenen Dorf suchte) weiter helfen konnte. Gemeinsam mit ihm – Jacko - hieß es dann den Pub wechseln, denn im „Great Western“ hatte die Küche schon ab 20.30 Uhr geschlossen und ich hatte doch heute Abend noch nichts gegessen. So wanderten wir hinüber in den irischen Pub „O'Dowds" und ich genoss ein gutes Hühnchen-Schnitzel mit Pommes – Schnitzel sind hier im übrigen komischer Weise traditionell aus Hühnchen-Fleisch! Dabei wurde geschnattert was das Zeug hält und es stellte sich heraus, dass Jacko Dach-Isolationen verlegt. Sehr amüsant! Wie klein die Welt doch ist ;)
Nachdem auch dieser Pub Anstalten machte zu schließen (und das schon um kurz nach 21 Uhr... so was würde es in Deutschland ganz bestimmt nicht geben ;) ), nahmen wir uns auf Jacko's Wink hin ein Taxi und fuhren zur „Ginger Mule“-Bar. Dort endlich sollten wir nun die ersten Studenten treffen, denn was ich bis dahin nicht wusste ist: Rockhampton verfügt über eine große Universität und damit einen relativ großen Anteil an Studenten in der Stadt. Außerdem neu für mich: Rockhampton war mit einer Einwohnerzahl von um die 100.000 doch um einiges größer als Mackay mit seinen ungefähr 75.000 Einwohnern. Nach den abwertenden Kommentaren meine Mackay-Freunde gegenüber Rockhampton, hatte ich aus irgend einem Grund erwartet, dass die Stadt doch deutlich kleiner wäre.
Nun also im „Ginger-Mule“ stellte sich heraus, dass Jacko keineswegs nur zu uns so kontaktfreudig war, denn von den anwesenden Studenten – allesamt Mitglieder des Rugby Clubs -, kannte er so ziemlich alle. Unter anderem wurden wir Aussie vorgestellt (nein, sein Name ist nicht wirklich so, er heißt eigentlich Brad), einem sehr netten 23 jährigen Barmanager des Rugby-Clubs, der gerade sein Ingenieursstudium mit dem Bachelor abgeschlossen hatte. So zusammen sitzend fanden wir heraus, dass Regina eine Vorliebe für Kühe hat und am liebsten einmal auf einer reiten würde. Da bot es sich doch perfekt an, dass am Freitag eine Rodeo-Show anstand, bei der sie sich zumindest einmal die Technik abgucken könnte. Ich entschloss mich meinen Aufenthalt von Freitag auf Samstag morgen zu verlängern, um mir dieses Spektakel nicht entgehen zu lassen.
Nach ausgiebigen Gesprächen und vielen Getränken im „Ginger Mule“ entschieden wir uns dann – und nicht wie man vielleicht vermuten würde auf Drängen der Jungs hin, sondern ganz eindeutig auf Reginas Anstoß hin – in den direkt neben der Bar befindlichen Strip-Club „The Zodiac“ zu gehen. Bestimmt ließe sich dort die eine oder andere Tanzbewegung abgucken.
Die Show, die die Mädchen jedoch ablieferten, war ehrlich gesagt ein wenig schlapp. Wir hatten trotzdem Spaß, konnte man sich doch wunderbar amüsieren, wenn man sich vorstellte, was die Mädels da oben dachten, wenn sie mit gelangweiltem Gesichtsausdruck durch die Gegend tanzten. Eines musste man ihnen jedoch lassen: Sie hatten es wirklich drauf die Pol-Stange zu erklimmen und auch so mancher Trick ließ sich daran vollführen. Das nenne ich Körperspannung!
Nachdem wir uns nun also an Tänzerinnen satt gesehen hatten, brachten uns die Jungs – ganz Gentleman - schließlich zurück ins Hostel, um vor'm morgigen Tag doch noch ein bisschen Schlaf zu bekommen. Da Aussie bis zum Nachmittag nicht arbeiten musste, planten wir gemeinsam zum Botanischen Garten zu fahren um uns die Schildkröten anzusehen, von denen Ryan mir in Mackay erzählt hatte. Das sollte ein Spaß werden! Ich kuschelte mich also in mein Doppelbett hinein, das ich mir immer noch mit mit niemandem teilen musste, und entschwand zufrieden in die Welt der Träume.
Einige Sekunden später übermannte mich ein Anfall von Verlegenheit... „OWNTOWN“, war schließlich „Downtown“ ohne „D“... das hatte wohl jemand abgekratzt. Ich kam mir ja so blond vor ;)
Jetzt also davon überzeugt, die richtige Tür erwischt zu haben, betrat ich das Hotel / Hostel und schleppte meine Taschen die Treppen hinauf. Uff, ich reise ganz eindeutig mit zu viel Gepäck! Oben angekommen wurde ich wirklich positiv überrascht: Nachdem auf Reisebine doch relativ schlechte Bewertungen für das Hostel abgegeben worden waren, hatte ich mich schon darauf eingestellt, ein mehr oder weniger appetitliches Hostel vorzufinden. Diese Befürchtung stellte sich jedoch als völliger Trugschluss heraus. Zwar ist es hier weiß Gott nicht schön und auch in keiner Weise anheimelnd, aber es ist sauber :) Und das hat doch schon mal was! Mein Zimmer ist zwar relativ klein, da das Bett – ein Doppelstock Bett mit einem Doppelbett unten und einem Einzelbett oben – sehr viel Raum einnimmt und erinnert mit seinen hohen weißen Wänden ein wenig an ein Gefängnis - aber hey, zumindest gehört die Gefängniszelle mir alleine und das bedeutet: Ein Doppelbett nur für mich ;) hihi!
Ich erkundete das Hostel also weiter und setzte mich einen Moment in die Küche um das eben gefundene Stadt-Prospekt Rockhamptons aufzuschlagen, als ein Mädchen die Küche betrat. Kontaktfreudig wie ich bin, sprach ich sie natürlich gleich an und es stellte sich heraus, dass sie auch Deutsche war... woher wusste ich das nur? ;)
Regina (19), die auch gerade die Schule in Deutschland abgeschlossen hat und hier in Rockhampton bereits vor 2 Tagen angekommen war, möchte hier in Rocky eine Weile bleiben und sucht derzeit nach einem Job. Nachdem sie mir von ihrem Plan berichtet hatte, von Pub zu Pub zu schlendern und nach Jobs zu fragen, fragte ich sie, ob ich sie begleiten dürfte und sie willigte ein. Somit käme ich wenigstens aus dem Hostel heraus und würde Rocky ein bisschen kennen lernen. Kurze Zeit später auf der Straße, war es dann um meinen Orientierungssinn schon wieder geschehen und ich dappelte brav neben Regina her, die doch sehr viel genauer zu wissen schien, wo wir uns gerade befanden.
Zwar erreichte sie in punkto Job noch nichts, doch in einer der Bars kamen wir ins Gespräch mit einem älteren Australier (schätzungsweise so um die 45), der ihr gleich in punkto Mitfahrgelegenheit (die sie zu einem etwas außerhalb gelegenen Dorf suchte) weiter helfen konnte. Gemeinsam mit ihm – Jacko - hieß es dann den Pub wechseln, denn im „Great Western“ hatte die Küche schon ab 20.30 Uhr geschlossen und ich hatte doch heute Abend noch nichts gegessen. So wanderten wir hinüber in den irischen Pub „O'Dowds" und ich genoss ein gutes Hühnchen-Schnitzel mit Pommes – Schnitzel sind hier im übrigen komischer Weise traditionell aus Hühnchen-Fleisch! Dabei wurde geschnattert was das Zeug hält und es stellte sich heraus, dass Jacko Dach-Isolationen verlegt. Sehr amüsant! Wie klein die Welt doch ist ;)
Nachdem auch dieser Pub Anstalten machte zu schließen (und das schon um kurz nach 21 Uhr... so was würde es in Deutschland ganz bestimmt nicht geben ;) ), nahmen wir uns auf Jacko's Wink hin ein Taxi und fuhren zur „Ginger Mule“-Bar. Dort endlich sollten wir nun die ersten Studenten treffen, denn was ich bis dahin nicht wusste ist: Rockhampton verfügt über eine große Universität und damit einen relativ großen Anteil an Studenten in der Stadt. Außerdem neu für mich: Rockhampton war mit einer Einwohnerzahl von um die 100.000 doch um einiges größer als Mackay mit seinen ungefähr 75.000 Einwohnern. Nach den abwertenden Kommentaren meine Mackay-Freunde gegenüber Rockhampton, hatte ich aus irgend einem Grund erwartet, dass die Stadt doch deutlich kleiner wäre.
Nun also im „Ginger-Mule“ stellte sich heraus, dass Jacko keineswegs nur zu uns so kontaktfreudig war, denn von den anwesenden Studenten – allesamt Mitglieder des Rugby Clubs -, kannte er so ziemlich alle. Unter anderem wurden wir Aussie vorgestellt (nein, sein Name ist nicht wirklich so, er heißt eigentlich Brad), einem sehr netten 23 jährigen Barmanager des Rugby-Clubs, der gerade sein Ingenieursstudium mit dem Bachelor abgeschlossen hatte. So zusammen sitzend fanden wir heraus, dass Regina eine Vorliebe für Kühe hat und am liebsten einmal auf einer reiten würde. Da bot es sich doch perfekt an, dass am Freitag eine Rodeo-Show anstand, bei der sie sich zumindest einmal die Technik abgucken könnte. Ich entschloss mich meinen Aufenthalt von Freitag auf Samstag morgen zu verlängern, um mir dieses Spektakel nicht entgehen zu lassen.
Nach ausgiebigen Gesprächen und vielen Getränken im „Ginger Mule“ entschieden wir uns dann – und nicht wie man vielleicht vermuten würde auf Drängen der Jungs hin, sondern ganz eindeutig auf Reginas Anstoß hin – in den direkt neben der Bar befindlichen Strip-Club „The Zodiac“ zu gehen. Bestimmt ließe sich dort die eine oder andere Tanzbewegung abgucken.
Die Show, die die Mädchen jedoch ablieferten, war ehrlich gesagt ein wenig schlapp. Wir hatten trotzdem Spaß, konnte man sich doch wunderbar amüsieren, wenn man sich vorstellte, was die Mädels da oben dachten, wenn sie mit gelangweiltem Gesichtsausdruck durch die Gegend tanzten. Eines musste man ihnen jedoch lassen: Sie hatten es wirklich drauf die Pol-Stange zu erklimmen und auch so mancher Trick ließ sich daran vollführen. Das nenne ich Körperspannung!
Nachdem wir uns nun also an Tänzerinnen satt gesehen hatten, brachten uns die Jungs – ganz Gentleman - schließlich zurück ins Hostel, um vor'm morgigen Tag doch noch ein bisschen Schlaf zu bekommen. Da Aussie bis zum Nachmittag nicht arbeiten musste, planten wir gemeinsam zum Botanischen Garten zu fahren um uns die Schildkröten anzusehen, von denen Ryan mir in Mackay erzählt hatte. Das sollte ein Spaß werden! Ich kuschelte mich also in mein Doppelbett hinein, das ich mir immer noch mit mit niemandem teilen musste, und entschwand zufrieden in die Welt der Träume.
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